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Fatima auch heute aktuell

„Fatima bleibt immer aktuell, auch in der heutigen Zeit“, betonte Bischof DDr. Klaus Küng am Sonntag, dem 15. Februar bei der 5. Kinderwallfahrt zum Fatimaheiligtum in Droß bei Krems. Der Bischof wurde von zahlreichen Kindern vor der neuen Kapelle der seligen Seherkinder Jacinta und Francisco empfangen und von den fünf Erstkommunionkindern der Pfarre Dross begrüßt. Am Beginn des Gottesdienstes wies Bischof Klaus Küng auf die Seherkinder hin: „Sie haben eine Botschaft empfagen und in ihrem Herzen aufgenommen“. Dies soll auch das Anliegend dieser Wallfahrt sein, so der Bischof: die Botschaft Marias aufnehmen, damit sich die Menschen bekehren und gerettet werden.


In seiner Predigt wies Bischof Küng auf die besonderen Anliegen der Seherkinder hin. Für Jacinta sei wichtig gewesen, dass die Menschen gerettet werden. Dafür habe sie auch alles Leid angenommen, sagte der Bischof. Francisco wollte vor allem Jesus trösten und habe sich täglich viele Stunden in der Kirche vor dem Allerheiligsten aufgehalten. Die Aufgabe von Lucia, die 97 Jahre alt gworden ist, war es, „alles zu tun, damit die Botschaft gehört und verwirklicht werde“.
Auch heute sollten die Menschen reagieren wie damals die Kinder von Fatima reagiert haben, sagte der Bischof, und sich „den Wunsch, die Sehnsucht und Bitte in das Herz hineinlegen lassen, damit das wesentliche Ziel nicht verloren geht“.
Man dürfe aber die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließen, denn es gebe Gutes und Böses. Jeder einzelne habe diesen Zwiespalt in sich, wis der Bischof hin. Da gebe es Gefahren für die Seele, die Liebe und auch für das ewige Leben. Doch davon werde heute kaum gesprochen, meinte er. „Beten wir daher um die Klarheit für uns und die anderen Menschen“.
Auf die aktuelle Situation in der Kirche hinweisend sagte Bischof Küng, dass die heutigen Schwierigkeiten in der Kirche und die derzeitigen Diskussionen davon ablenken würden, worauf es wirklich ankommt. Sehnsucht sei zwar bei vielen Menschen vorhanden, doch weithin überdeckt, wies er hin. Es bedürfe des Betens um Klarheit, des Hinhörens auf die Botschaft, um sein Leben zu gestalten und auch des Opferbringens. Der Bischof rief auf, sich um ein konsequent christliches Leben zu bemühen.


Bereits vor dem Gottesdienst hatte eine Kindergruppe über das Leben der Seherkinder informiert sowie über die Errichtung des Fatimaheiligtums in Droß. Eine weitere Kindergruppe aus Arbesbach sang ein Fatimalied und eine andere betete mit den anwesenden Gläubigen abwechselnd den Rosenkranz.
Unter den Wallfahrern aus allen Teilen der Diözese auch eine 35-köpfige Firmgruppe aus Heiligeneich mit ihrem Pfarrer GR Richard Jindra. „Wir haben heuer Generalvisitation in unserer Pfarre und wollen dem Bischof schon bei dieser Wallfahrt begegnen,“, sagte Jindra.
Im Anschluss an den Gottedienst waren alle Kinder auf Einladung der Gemeinde in den Gemeindesaal zur Agape geladen.