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Dreimal „Weiße Feder“ für Menschen, die Kindern helfen

Drei „weiße Federn“ für besondere Ideen und Einsätze für Kinder konnte Propst Maximilian Fürnsinn bei den diesjährigen Kindersommerspielen überreichen. Die besondere Auszeichnung erhielten Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner für ein Schulprojekt in Nepal, Anton Hartmann für die österreichweite Aktion „Leo hilft jedem Kind“ und Andrea Mayerhofer für die Kinderhilfe Betlehem. An den Kindersommerspielen in Herzogenburg nehmen jährlich etwa 12.000 bis 15.000 Kinder teil. Es ist „ein Fest der Freude an und mit Kindern“ wie Propst Fürnsinn bei der Eröffnung der Kinderspiele betonte. Das Fest zeige auch, dass Freude der innerste Kern des Menschsein sei, erklärte er auf die Frage, warum gerade in einem Kloster jährlich das Kinderfest stattfinde.
Für Organisator Mag. Andreas Kickinger haben diese Spiele „europäische Dimensionen mit lokaler Verwurzelung“. Mehr als die Hälfte der MitarbeiterInnen seien Kinder und Jugendliche, die „eine andere Form des Miteinander und Füreinander leben“. Die Kindersommerspiele seien „wie ein Leuchtturm in die andere Richtung“ heutiger gesellschaftlicher Trends.
Wegen des Regens fand die Eröffnung diesmal im Diskostadel anstelle der Arena statt, was der Fröhlichkeit aber keinen Abbruch tat. Die Kinder hatten genug Möglichkeiten, in Zelten und unter Planen den Tag und die Spiele zu genießen. Sei es bei asiatischen Tänzen, beim Zuhören von Märchen und beim Mitsingen von Liedern. Und in den Regenpausen drehten die Biker von Toy-Run mit den Kindern ihre Runden.


Lifetelefonat mit Bethlehem


Eine besondere Attraktion lieferte Mag. Kickinger bei der Vorstellung der Preisträger der Weißen Feder: ein Lifetelefonat mit der Chefärztin des Babyhospitals in Bethlehem, der einzigen Kinderklinik in den Westbanks, das von der „Kinderhilfe Betlehem“ gefördert wird. Jahr für Jahr werden bis zu 50.000 Kinder behandelt, die sonst keine medizinische Hilfe erhalten, bedankte sich die Ärztin life bei den Kindern.
Die „Aktion Leo hilft jedem Kind“ hat einen Aufkleber initiiert, der jene Betriebe und Menschen kennzeichnet, die sich bereit erklären, Kindern und Jugendlichen unentgeltlich zu helfen, wenn sich diese in einer für sie selbst scheinbar unlösbaren Situation befinden.
Die Bergsteigerin Gerlinge Kaltenbrunner hat bei ihren Besuchen in Nepal erlebt, unter welchen Bedingungen Kinder die Schule besuchen müssen. In einem kleinen Dorf, etwa 70 Kilometer nördlich von Kathmandu gibt es nur vier Klassen. In jeder drängen sich bis zu 70 Schülerinnen und Schüler, die oft über zwei Stunden unterwegs waren, um in die Schule zu kommen, schildert die Alpinistin. Nun konnte sie dort weitere sechs Klassenräume schaffen, um den Kindern eine bessere Chance für ihre Ausbildung zu ermöglichen. „Die Kinder gehen dort sehr begeistert zur Schule“, berichtet sie.