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Diakone sind "Hoffnunsträger für unsere Gesellschaft"

11 Familienväter weihte Diözesanbischof Klaus Küng am Sonntag, den 20. September, zu Ständigen Diakonen für die Diözese St. Pölten. Die neuen Diakone seien "Hoffnungsträger für uns und unsere Gesellschaft" betonte Küng in seiner Predigt: "Denn in unserer Zeit, in der viele von den Trends der Wohlstandsgesellschaft und der Denkweise einer aufgeklärten Welt erfasst sind, ist jeder, der Christus im Herzen trägt und den anderen bringt, eine echte Hoffnung."
Predigt im Wortlaut
Den 11 Männern würden die Hände aufgelegt, damit sie "Männer des Friedens sind, die Saat der Gerechtigkeit ausstreuen und wichtige Dienste verrichten", betonte der Bischof in seiner Predigt. Im Wesentlichen gehe es um einen dreifachen Dienst: Um den Dienst an der Liturgie, um den Dienst am Wort Gottes und um Dienste im Bereich der Nächstenliebe. Die Weihe sollte im Herzen der Diakone "eine Glut entzünden", die sich auf die eigene Familie, auf die Umgebung und auf die Gemeinden, in denen sie tätig sind ausbreitet, wünschte der Bischof. "Vielen Menschen werdet Ihr, wenn Ihr Eure Aufgabe treu erfüllt, Licht bringen."


Ständige Diakone nehmen zahlreiche seelsorgliche und caritative Aufgaben in ihren jeweiligen Heimatpfarren wahr, aber auch in der kategorialen Seelsorge, wie etwa in der Krankenhausseelsorge oder der Gefangenenseelsorge, können jedoch auch in kirchlichen Verwaltungsbereichen eingesetzt werden. Der Großteil der Diakone ist berufstätig und arbeitet ehrenamtlich, ein weitaus geringerer Teil ist hauptamtlich in der Diözese beschäftigt.


Zu Beginn der Weiheliturgie rief Diakon und Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck die Kandidaten mit ihrem Namen auf. Diese traten vor den Bischof und erklärten ihre Bereitschaft mit dem Ruf: Hier bin ich! Anschließend bat der Ausbildungsleiter für die Ständigen Diakone, Kanonikus Msgr. Prälat Franz Schrittwieser, den Bischof im Namen der Kirche, die Kandidaten zu Diakonen zu weihen. Nach der Predigt des Bischofs leisteten die künftigen Diakone ihr Treueversprechen in dessen Hände. Der zentrale Teil der Weihe war die Handauflegung und das Gebet über den Kandidaten durch den Bischof. Danach kleideten die Pfarrer der Heimatgemeinden die neu geweihten Diakone mit Stola und Dalmatik ein. Der Bischof überreichte ihnen als Zeichen ihres Verkündigungsauftrags das Evangeliar.


Die neuen Ständigen Diakone der Diözese St. Pölten:
Herbert Böhm, 59, Polizeibeamter, Pfarre Langschwarza, verheiratet mit Erna, 2 Kinder
Harald Braun, 55, Bankangestellter, Pfarre Öhling, verheiratet, 3 Kinder
Martin Hofer, 33, Lehrer, Pfarre Melk, verheiratet mit Sabine, 2 Kinder
Heinz-Horst Meyer, 44, Behindertenbetreuer, Pfarre Horn, verheiratet mit Margit, 2 Kinder
Robert Plank, 40, Landwirt, Pfarre Reinsberg, verheiratet, 4 Kinder
Dietmar Ramharter, 46, Beamter, Pfarre Wieselburg, verheiratet, 2 Kinder
Thomas Resch, 45, Dipl. Pastoralassistent, Pfarre Böhlerwerk, verheiratet mit Regina, 4 Kinder
Johann Riegler, 50, Arbeiter, Pfarre Oberndorf/Melk, verheiratet mit Elisabeth, 3 Kinder
Gerhard Schultheis, 59, Einzelhandelskaufmann, Pfarre Hainfeld, verheiratet 2 Kinder
Heinrich Schwertl, 50, Lehrer, Pfarre Spitz/Donau, verheiratet, 1 Kind
Harald Steindl, 51, Forschungsleiter/Chemie, Pfarrgemeinschaft Hollenburg – Nußdorf, verheiratet mit Astrid, 2 Kinder


Predigt im Wortlaut