Der innere Friede von Weihnacht

Den „inneren Frieden von Weihnachten“ wünschte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried den Insassen der Justizanstalt St. Pölten bei der Weihnachtsmesse am 22. Dezember. Denn in Weihnachten liege alle Sehnsucht des Menschen und ihre Erfüllung. „Weihnachten ist nicht eine Erfindung des Menschen, sondern kommt von Gott“, unterstrich Weihbischof Leichtfried. „Wir brauchen nichts tun, denn es durch Gott ist schon alles geschehen“, sagte er. „Gott hat seinen Sohn zu uns Menschen gesandt, damit er das Leben mit uns teilt“. Und das „nicht auf die schönste und angenehmste Weise“, wie der Weihbischof ausführte: Jesus kam in einem Stall zur Welt und musste gleich danach nach Ägypten fliehen. Doch was er gebracht hat, sei der Friede. Auch wenn es in Bethlehem noch immer keinen Friede in unserem Sinne gebe, gehe vom Kind in der Krippe doch der innere Friede aus.
An die Inhaftierten gewandt sagte Leichtfried: „Mein Wunsch an Sie ist dieser innere Friede. Ich bete, dass Sie diesen Frieden finden“. Und wenn dieser Friede komme, dann sei er ein Geschenk, führte er weiter aus. Durch Gott kam „das wahre Licht in die Welt. Doch es hängt von uns ab, sein Licht und seinen Frieden anzunehmen“.


Beim Friedensgruß ging Weihbischof Leichtfried durch die vorderen Bänke und reichte jedem Inhaftierten die Hand zu Friedensgruß. Ein Chor von Mitarbeitern aus den Pastoralen Diensten und Katholischer Aktion begleitete die Christmette musikalisch.


Auch der evangelische Gefängnisseelsorger Norbert Hantsch munterte die Insassen der Strafanstalt auf: „Gottes Kind verbindet sich mit den Menschen, auch hier hinter den Gefängnismauern ist er in jedem gegenwärtig. Auch hier kann ein Stück Herberge für ihn sein“, sagte er.
Einer der Insassen sprach im Namen der anderen: Es sei nicht einfach, in diesen Tagen Ruhe zu finden und sich auf Weihnachten zu besinnen. Und es sei oft es nur eine kleine Geste, die mehr erreichen kann als ein großes Geschenk.