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Dankgottesdienst für die Freiheit

115 Personen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung feierten gemeinsam mit der tschechischen Bewegung „Christ und Arbeit“ am Fest des heiligen Norbert, dem 6. Juni, im tschechischen Prämonstratenserkloster Nova Rise einen Dankgottesdienst für den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor zwanzig Jahren. Ein Freundschaftsvertrag und eine gemeinsame Abschlusserklärung beider Partnerorganisationen besiegelten die bisherige Zusammenarbeit, die auch in Zukunft weiter bestehen soll. Eine Nachbildung der „Kerze von Mariazell“, die den tschechischen Partnern überreicht wurde, soll an dieses Gedenken erinnern. Mit dabei waren der Altäbte von Altenburg und Geras, Bernhard Naber und Joachim Angerer.
Die „schweigenden Kerzen“ beim Gnadenaltar von Mariazell aus dem Jahr 1954 waren einst Zeichen für die Unterdrückung der Gläubigen in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang. Die Arbeitnehmerbewegung hatte sich verpflichtet, bis zur Erlangung der Freiheit jährlich nach Mariazell zu pilgern und für die Freiheit des Nachbarlandes zu beten. Erst nach dieser Erfüllung wurden die Kerzen in der Basilika Mariazell wieder entzündet.


Die Beziehung zwischen der christlichen Arbeiterorganisation Österreichs und Christen in Tschechien besteht seit der Jungarbeiterwallfahrt im Jahre 1954. Viele Jahre hindurch sind Jungarbeiterinnen und Jungarbeiter nach Mariazell gewandert um für die Freiheit der Menschen hinter dem „eisernen Vorhang“ zu beten.
Seit 1989 haben dann Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung an der Renovierung des Klosters Nova Rise tatkräftig mitgearbeitet. Heute betreiben sechs Prämonstratenserpatres vom Kloster Nova Rise aus wieder die Seelsorge und sind bilden für die Region ein geistiges und kulturelles Zentrum.


Im Rahmen der Arbeitnehmerwallfahrt haben die Teilnehmer auch die grenzübergreifende Landesausstellung in Telc besucht.