Check dein Leben mit Gott

Rund 500 Lehrlinge aus Wien und Niederösterreich haben am „Tag des Lehrlings“ in Herzogenburg teilgenommen und versucht, ihr „Leben mit Gott zu checken“, wie das Motto dieses Tages lautete und auch der Koordinator dieses Tages, Christian Romanek, Fachinspektor für die Berufsschulen in der Erzdiözese Wien, vor dem Gottesdienst erklärte. Am regnerischen Vormittag trafen die Jugendlichen im Kapitelgarten des Stiftes ein und versammelten sich im alten Stadel. Ein „Augustinus-Quiz“ brachte ihnen Stift und Leben dieses Heiligen näher, ehe sie zur Kirche aufbrachen. Beim Einzug wurde auch die metallene Marienfigur, die sogenannte „Rohrmadonna“ der Zistersdorfer Lehrlinge mitgetragen.


Die Lehrlingsband der Landesberufsschule Pöchlarn unter Ing. Walter Amler zog alle Register um die Jugendlichen mit ihren Songs zu begeistern und zum Mitsingen anzuregen: „Jesus is the answer for the world today“. Immer wieder kam dieses Thema in der Wortgottesfeier auch zur Sprache „Wir sind keine Autos, wenn wir in einer Garage geboren werden. Wir sind auch keine Christen, nur weil wir getauft sind. Christsein ist eine Entscheidung, die täglich neu geschaffen werden muss“, so Ing. Walter Amler von der Berufsschule Pöchlarn in einer kleinen Meditation. Als sichtbares Beispiel führte er im Mittelgang der Stiftskirche einen Bergsteiger vor Augen, der angegurtet am Seil hängt gesichert seinen Weg zum Gipfel bewältigen kann. „Dieses Seil ist die Verbindung zu Christus. Mit ihm sind wir auf unserem Lebensweg gesichert“, sagte er. Dazu erklang der Song: „Du bist mein Zufluchtsort, ich berge mich in deiner Hand, denn du schützt mich, Herr“.


Pilgern ist wieder In geworden, wies Propst Fürnsinn in seiner Predigt hin. Viele suchen dabei Orientierung im Leben, manche den Sinn des Lebens und einige wollen sich einfach nur verändern. Jesus selbst ist ein „Weg-Mensch“ gewesen, erklärte der Propst. Er zog von Dorf zu Dorf, von Menschen zu Menschen, um seine Lebensbotschaft zu bringen: „Habe keine Angst, Gott ist bei dir, er geht alle Wege deines Lebens mit“. Jesus haben dabei Menschen, die abgebaut waren, wieder Mut zugesprochen und eine Antwort gegeben. Er selbst hat sich als Weg bezeichnet, betonte Fürnsinn und verwies auf den heiligen Augustinus hat ebenso lange gebraucht habe, bis er seinen Weg gefunden hatte. Das habe er in dem Satz ausgedrückt: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott“. So lade der „Weg-Mensch Jesus Christus“ alle ein, damit sie ihren Weg und ein Leben in Fülle finden.


Führungen durch das Stift und Erlebnisstationen rundeten nach dem Mittagessen aus der Gulaschkanone des Bundesheeres den Tag ab. Als Andenken konnten die Lehrlinge einen Schlüsselanhänger der Berufsschule Neunkirchen mit dem Logo des Stiftes Herzogenburg und einem Augustinusspruch mit nach Hause nehmen.