Bischof rief Priester zur Erneuerung auf

„Dieses Jahr des Priesters soll ein kräftiger Impuls sein“, erklärte Bischof Klaus Küng vor den versammelten Priestern im Dom zu St. Pölten beim diözesanen Auftakt des internationalen "Jahres des Priesters". Der Bischof feierte mit den Priesterjubilaren am Gedenktag Peter-und-Paul einen Festgottesdienst, bei dem auch die Priesterjubilare geehrt wurden.
Die Predigt im WortlautFünf Priester begehen heuer ihr 60-jähriges Priesterjubiläum, 15 sind seit 55 Jahren Priester und sechs Priester, die vor genau 50 Jahren geweiht wurden, feiern ihr „goldenes Priesterjubiläum“.


„Wir wollen miteinander beten und in dieses Jahr des Priesters einsteigen, damit wir geführt vom Heiligen Geist die rechten Wege der Erneuerung erkennen und beschreiten“, sagte Bischof Klaus Küng zu den Anwesenden am Beginn des Gottesdienstes.
Das Jahr des Priesters betreffe nicht nur die Priester, wies der Bischof hin: es gelte vielmehr allen, weil die Not, die man heute erlebe, „viel tiefer“ liege. Man brauche nicht nur heiligmäßige Priester, sondern „Gläubige, die Christus konsequent nachfolgen, insbesondere christliche Familien“, hob er hervor. Daher sei es notwendig, dass auch alle Gläubigen den Ruf wahrnehmen, der in dieser Zeit an alle gerichtet sei.
Der Bischof rief auf, an dieser Erneuerung nicht nur durch die Übernahme verschiedener Aufgaben und Tätigkeiten mitzuhelfen. Man brauche vielmehr das Gebet vieler und das Bemühen möglichst aller um ein „authentisches Christsein“, unterstrich er. Es bedürfe auch der Sorge um jene, die noch keinen Zugang zum Glauben gefunden haben, wies Bischof Küng hin.
Für den Priester selbst gelte es nicht, immer mehr zu tun und schneller zu arbeiten. Er müsse vielmehr manchen Dingen den Vorrang vor anderen einräumen, damit seine Hirtensorge zum Tragen komme. Der Bischof kündigte abschließend an, dass bei einer gemeinsamen Wallfahrt im Herbst nach Maria Taferl das Anliegen der Erneuerung fortgesetzt werde.


Die Predigt im Wortlaut