Bischof Küng weiht 11 Diakone

11 Familienväter weiht Diözesanbischof Klaus Küng am Sonntag, den 20. September, zu Ständigen Diakonen für die Diözese St. Pölten. Der Bischof wird den Kandidaten, die eine dreijährige Ausbildung absolviert haben, in der Stiftskirche Melk die Hände auflegen und ihnen zum Zeichen ihres Auftrages das Evangelienbuch überreichen. Die Weiheliturgie beginnt um 15 Uhr.
In der katholischen Kirche ist die Weihe zum Diakon die erste Stufe des Weihesakraments. Die zweite Stufe ist die Priesterweihe, ein Bischof verfügt über die „Fülle des Weihesakraments“. Das 2. Vatikanische Konzil hat das Amt des Diakons wieder als eigenständigen Dienst eingeführt, nachdem der Diakonat zuletzt nur noch als Vorstufe zur Priesterweihe vorhanden war. Diakon kommt vom griechischen diakonosund bedeutet „Diener, Knecht“. Über ihre Einsetzung durch die Apostel berichtet die Apostelgeschichte (Apg 6,1-7).


„Ständig“ sind diese Diakone deswegen, weil sie später nicht zu Priestern geweiht werden, sondern dauerhaft ihren diakonalen Dienst in den Bereichen der Verkündigung, der Liturgie und der Caritas wahrnehmen. Ständige Diakone können verheiratet sein und Familie haben. Sie müssen mindestens 35 Jahre alt sein und durch ihr Berufs- und Familienleben bereits über einige Lebenserfahrung verfügen.


Ständige Diakone nehmen zahlreiche seelsorgliche und caritative Aufgaben in ihren jeweiligen Heimatpfarren wahr, aber auch in der kategorialen Seelsorge, wie etwa in der Krankenhausseelsorge oder der Gefangenenseelsorge, können jedoch auch in kirchlichen Verwaltungsbereichen eingesetzt werden. Der Großteil der Diakone ist berufstätig und arbeitet ehrenamtlich, ein weitaus geringerer Teil ist hauptamtlich in der Diözese beschäftigt.


Zu Beginn der Weiheliturgie ruft ein Diakon die Kandidaten mit ihrem Namen auf. Diese treten vor den Bischof und erklären ihre Bereitschaft mit dem Ruf: Hier bin ich! Der Ausbildungsleiter für die Ständigen Diakone, Kanonikus Msgr. Prälat Franz Schrittwieser, bittet den Bischof im Namen der Kirche, die Kandidaten zu Diakonen zu weihen. Nach der Predigt des Bischofs leisten die künftigen Diakone ihr Treueversprechen in dessen Hände. Der zentrale Teil der Weihe ist die Handauflegung und das Gebet über den Kandidaten durch den Bischof. Danach werden die neu geweihten Diakone mit Stola und Dalmatik bekleidet, und der Bischof überreicht ihnen als Zeichen ihres Verkündigungsauftrags das Evangeliar.


Die Kandidaten für die diesjährige Diakonenweihe sind:
Herbert Böhm, 59, Polizeibeamter, Pfarre Langschwarza, verheiratet mit Erna, 2 Kinder
Harald Braun, 55, Bankangestellter, Pfarre Öhling, verheiratet, 3 Kinder
Martin Hofer, 33, Lehrer, Pfarre Melk, verheiratet mit Sabine, 2 Kinder
Heinz-Horst Meyer, 44, Behindertenbetreuer, Pfarre Horn, verheiratet mit Margit, 2 Kinder
Robert Plank, 40, Landwirt, Pfarre Reinsberg, verheiratet, 4 Kinder
Dietmar Ramharter, 46, Beamter, Pfarre Wieselburg, verheiratet, 2 Kinder
Thomas Resch, 45, Dipl. Pastoralassistent, Pfarre Böhlerwerk, verheiratet mit Regina, 4 Kinder
Johann Riegler, 50, Arbeiter, Pfarre Oberndorf/Melk, verheiratet mit Elisabeth, 3 Kinder
Gerhard Schultheis, 59, Einzelhandelskaufmann, Pfarre Hainfeld, verheiratet 2 Kinder
Heinrich Schwertl, 50, Lehrer, Pfarre Spitz/Donau, verheiratet, 1 Kind
Harald Steindl, 51, Forschungsleiter/Chemie, Pfarrgemeinschaft Hollenburg – Nußdorf, verheiratet mit Astrid, 2 Kinder