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Bischof Küng: "Anschuldigungen sind haltlos"

Stellungnahme zur Strafanzeige betreffend Eisgarn und Prälat Küchl „Die Medienberichte betreff einer Anzeige gegen mich betrachte ich mit großer Gelassenheit. Die hier geäußerten Vorwürfe sind unzutreffend. Es handelt sich um den leicht durchschaubaren Versuch seitens einer außenstehenden Person, eine innerkirchlich weitgehend geklärte Angelegenheit in Zweifel zu ziehen. Der Verfasser der Anzeige gegen mich war in keiner Weise am kirchlichen Verfahren beteiligt.


Ich habe im Zusammenhang mit den Vorfällen im Priesterseminar St. Pölten niemandem eine psychiatrische Zwangsbehandlung auferlegt. Ich habe auch keinem meiner Priester die Vernichtung seiner Existenz und gesellschaftlichen Stellung angedroht. Im angesprochenen Fall wurde vielmehr eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Kirche und der beteiligten Personen vorgesehen, darunter auch ein Aufenthalt in einem geistlichen Haus in Deutschland mit dem Zweck der Besinnung. Richtig ist, dass einige der dort tätigen Schwestern auch therapeutische Hilfe anbieten – dies allerdings nur solchen Personen, die es selbst wünschen. Der Aufenthalt in diesem Haus wurde damals von Prälat Küchl abgelehnt – ein klares Zeichen dafür, dass er sich frei entscheiden konnte und von dieser Freiheit auch Gebrauch gemacht hat.


Auch die anderen Anschuldigungen sind haltlos:
Ein ordnungsgemäß durchgeführtes kirchliches Verfahren führte nach Zurückweisung aller Beeinspruchungen mit spezieller Bestätigung durch den Papst dazu, dass der Beschuldigte von seinem Priesteramt vorübergehend suspendiert wurde. Prälat Küchl war damit zugleich endgültig seines Amtes als Pfarrer von Eisgarn und Eggern enthoben. Die Möglichkeit einer Rückkehr in den aktiven priesterlichen Dienst nach einer Zeit der Besinnung war gegeben, jedoch nicht in Eisgarn. Da eine Befriedung der Situation in der bisherigen Gemeinde nicht zu erwarten war, solange Prälat Küchl das Amt des Propstes innehatte, schien die Aufhebung des Kapitels und damit die Rückführung in die bis 2000 geltende rechtliche Situation die einzige Lösung zu sein.
Aufgrund des Insistierens der Kanoniker stimmte ich unter bestimmten Bedingungen der neuerlichen Inkraftsetzung der Statuten des Kollegiatsstifts zur Ermöglichung der Neuwahl eines Propstes zu. Zu diesen Bedingungen gehörten u. a. ein Verzichten von Prälat Küchl auf das Amt des Propstes und – „bis zu einer entgegengehenden Vereinbarung“ – die Verpflichtung von Prälat Küchl, sich in Eisgarn nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Bischofs aufzuhalten. Er hat diese Verpflichtungen freiwillig angenommen und ebenso freiwillig auf das Amt des Propstes verzichtet. Auch die anderen Kanoniker haben freiwillig dieser Vereinbarung zugestimmt; keiner der drei Kanoniker hat bisher mir gegenüber eine Einschränkung seines freien Willens beim Zustandekommen unserer Vereinbarung geltend gemacht.
Prälat Küchl ist pensioniert und empfängt das Gehalt eines Priesters; von einer Bedrohung seiner Existenz kann keine Rede sein.“


Siehe dazu den Bericht Kollegiatskirche Eisgarn nun Realpropstei


Siehe dazu auch die Stellungnahme zum Buch „Der Wahrheit die Ehre“