Bischöfe: Kongress der Pfarrgemeinderäte 2010

Die Österreichischen Bischöfe danken in einer Presseerklärung zur Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz den Pfarrgemeinderäten "für ihren Einsatz und ihre Sorge um den Glauben und das kirchliche Leben". Die Bischöfe verweisen auf eine von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebene neuen Studie, an der sich 7.329 Pfarrgemeinderäte beteiligt haben. Die Studie zeige "eindrucksvoll", dass Pfarrgemeinderäte aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus "einen wichtigen Beitrag zur Kultur des Zusammenlebens in der Gesellschaft" leisteten.
88 Prozent der befragten Pfarrgemeinderäte gaben an, dass sie mit ihrer Tätigkeit sehr zufrieden oder zufrieden sind. Die Zufriedenheit hänge von mehreren Faktoren ab: von der Möglichkeit, entscheidend mitgestalten zu können, von einer professionellen Arbeitskultur und einer guten Zusammenarbeit mit dem Pfarrer. Wichtig sei auch, ob ein "Klima des Aufbruchs" spürbar ist.


Es gäbe unter den Pfarrgemeinderäten aber auch "Besorgnisse und Fragen" im Blick auf die Zukunft, so die Mitteilung: "Wie gelingt der Kontakt zu Jugend und Kindern? Ist die sonntägliche Feier der Eucharistie in der Pfarre sichergestellt? Wie können Menschen zur Mitarbeit gewonnen werden? Was wird aus der Pfarre im Zusammenhang verschiedener Prozesse der Neustrukturierung?" Dazu stellen die Bischöfe fest: "Der Pfarrgemeinderat steht für die pastorale Grundversorgung vor Ort; dafür werden die meisten Kräfte eingesetzt. Deshalb wird die Frage nach der Zukunft der Pfarre an der Frage nach dem Priester im Ort festgemacht."


Mit den Ergebnissen dieser Studie - so die Bischofskonferenz - sei eine wichtige Grundlage für die Wallfahrt und den Kongress der Pfarrgemeinderäte von 13. bis 15. Mai 2010 in Mariazell gelegt. Dort werden auf Einladung der Bischofkonferenz erstmals Pfarrgemeinderatsvertreter aus ganz Österreich mit den Bischöfen, Priestervertretern und Verantwortlichen für die Pastoral zusammentreffen, um gemeinsam über die Zukunft der Pfarren zu beraten. Es werde damit jener Weg fortgesetzt, der 2007 mit der Übergabe der "Apostelgeschichten der Gegenwart" an Papst Benedikt XVI. begonnen wurde. Die Bischöfe rufen die Pfarrgemeinderäte und alle Gläubigen zum Gebet für ein "Klima des Aufbruchs" auf.