Armut hat viele Gesichter

Zu einem Informations- und Diskussionsnachmittag über die Armut im Waldviertel laden die Armenstiftung St. Ulrich aus Allentsteig und die Österreichische Armutskonferenz Wien am 23. September von 13.30 Uhr bis 16 Uhr in das Schloss Allentsteig ein. Armut hat viele Gesichter – unter diesem Titel werden oft versteckte Situationen und Probleme sozialer Art sichtbar. „Wir wollen sensibilisieren zum Thema Armut, die Lebenssituation Betroffener verbessert, informieren und Vorurteile abbauen“, erklärt Ing. Franz Bendinger von der Armenstiftung St. Ulrich. „Und wir möchten Interessierte miteinander vernetzen und den Austausch fördern“.
An der Podiumsdiskussion werden Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck sowie Bischof Dr. Michael Bünker von der Evangelischen Kirche teilnehmen, weiters Christian Ferthofer von der Arbeiterkammer Niederösterreich, Mag. Dinah Djalinous-Glatz vom AMS, P. Mag. Josef Schachinger, Redemptorist aus Eggenberg und Leiter der Lehrlingsstiftung, Pfarrer Mag. Josef Pichler aus Groß Gerungs sowie Weitere Wissenschafter und Experten.


Die Armenstiftung St. Ulrich in Allentsteig wurde von Pfarrer Josef Edinger im Jahr 1883 gegründet. Aus ihr ist das Ulrichskrankenhaus hervorgegangen, das bereits 1894 das Öffentlichkeitsrecht erhielt. In seinem Stiftungsbrief nennt Edinger „Arme, Kranke und Waisenkinder und unverschuldet in Not geratene Pfarrkinder“, denen diese Stiftung gelten soll. Im Jahr 2000 wurde das Krankenhaus Alltensteig dem Waldviertelklinikum eingegliedert mit dem Schwerpunkt „Neurologische Rehabilitation“.