„Arm und reich - aufeinander zugehen“

„Armut ist einer der existenziellsten Formen von Freiheitsverlust. Armut ist nicht nur ein Mangel an Gütern“, so der Sozialexperte der Diakonie Martin Schenk in seinem Eröffnungsstatement zu den „Stift Altenburger Begegnungen 2009“. Dkfm. Peter Püspök, einst Banker in höchster Position, jetzt Vorstandsvorsitzender von oikocredit fügt hinzu: „Die Armut vieler unserer Mitmenschen dürfen wir nicht den Experten überlassen. Jede und jeder ist gefordert!“ Die dritten „Stift Altenburger Begegnungen“ waren ein Tag intensiver Auseinandersetzung von etwa 70 engagierten Frauen und Männern, die sich heuer angesichts der grassierenden Wirtschaftskrise mit all ihren Folgen dem Thema „Arm und reich - aufeinander zugehen“ stellten.
Es war fast zu erwarten, dass die überwiegende Anzahl der TeilnehmerInnen den „Reichen“ zuzuzählen waren; es war aber für alle eine große Bereicherung, dass auch einige gekommen waren, die bereits in die „Armutsfalle“ geraten waren und zunächst sehr verhalten von ihrer prekären Situation erzählten.
Starke Betroffenheit machte sich in Laufe des Tages breit, und es begann ein intensives Ringen nach „Rezepten“. Als Ergebnisse wurden Impulse zum konkreten Handeln genannt: „Machen wir es wie die Einsatzkräfte bei der Feuerwehr und beim Roten Kreuz, einfach helfen ohne zu fragen: warum und wieso bist du in diese missliche Lage gekommen?“ - so etwa die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Margit Hauft in ihrem zusammenfassenden Statement.


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