Alles mit dem Geist der Einheit und Liebe erfüllen

„Es ist eine Herzensangelegenheit von Chiara Lubich, dass alle eins sind“. So Dompfarrer Norbert Burmettler beim Begegnungsabend apostolischer Gruppen im Bildungshaus St. Hippolyt zum Gedächtnis an den Todestag der Gründerin der Fokolarbewegung Chiaria Lubich vor einem Jahr. Mit ihm feierten der Gottesdienst Pfarrer Franz Schabasser, Karl Ritt, Johann Priesching und Johann Distelberger mit Mitgliedern zahlreicher apostolischer Gruppen etwa der Katholischen Aktion, der Charismatischen Gemeindeerneerung, der Legio Mariens, der Schönstattbewegung und anderer. Burmettler selbst führte seine Entscheidung, Priester zu werden, vor allem auf die Begegnung mit Menschen zurück, die der Fokolarebewegung angehörten. Er erinnerte an eine Grundaussage von Chiara Lubich: „Ich bin nur der Pinsel in der Hand des Künstlers, der Gott ist“. Ihr ganzes Bestreben war, Liebe und Einheit anzustreben, sagte er. „Wir sind eine große Familie, wie ein bunter Garten mit vielen Blumen, in der die Verschiedenheit eine Bereicherung ist“. Er erinnerte an die Erneuerung der Kirche, die auch Chiara Lubich anstrebte. „Wir können beitragen an der Erneuerung der Kirche, vor allem in usnerer Diözese, damit alles im Miteinander geschieht. Wenn sich Strukturen ändern müssen, wollen wir sie mit dem Geist der Einheit und Liebe erfüllen“, rief er auf.


Im anschließenden Festakt erinnerte der Gründer der St. Pöltner Emmausgemeinschaft, Karl Rottenschlager, daran, dass sich in vielen Aufbruchbewegungen der Kirche - von Franziskus bis Chiara Lubich - ein Netzwerk der der Liebe entwickelt habe. Auch bei Treffen in Stuttgart 2004 und 2007 haben sich apostolische Bewegungen getroffen, um Europa eine Seele zu geben. Diese „Verschiedenheit im Miteinander ist eine große Bereicherung“.
Erinnerungen an die Gründung der Fokolarebewegung im Jahre 1943 im zerstörten Trient, Aussagen berühmter und bekannter Presönlicheiten, von Mutter Teresa und Papst Johannes Paul II. bis Kardinal Schönborn und Romano Prodi über Chiara Lubich sowie Lebenszeugnisse von Mitgliedern verschiedener apostlischer Bewegungen versuchten das Bild, die Grundidee und die Umsetzung der Überzeugung von Chiara Lubich zu umreißen. In gruppen konnten die teilnehmer ihre Lebens- und Glaubenserfahrungen mit anderen austauschen.
Eindrucksvoll das Zeugnis des langjährigen Missionars Johann Distelberger, der 42 Jahre als in Afrika lebte, ging vielen unter die Haut. Waren es die Jahre in Burundi während des Bürgerkrieges zwischen Hutu und Tutsi, seine Zeit in Kamerun oder auch in Kenia. Er habe erlebt, dass Pristerstudenten aus verfeindeten Stämmen, die diese Einheit und Liebe der Überzeugung von Chiara Lubich gelebt haben, dafür ermordert wurden, schildert er. Derzeit wirkt Distelberger im Mariapolis-Zentrum der Fokolare in Kalimoni in Kenia.


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