500 Lehrlinge auf den Spuren des Augustinus

Rund 500 Lehrlinge aus Wien und ganz Niederösterreich werden am Mittwoch, 13. Mai, wieder am traditionellen „Tag des Lehrlings“ teilnehmen. Der „Tag des Lehrlings“ findet heuer im Stift Herzogenburg statt. Mit der Veranstaltung soll deutlich gemacht werden, dass die Kirche an der Seite der Lehrlinge steht. Die Initiative, die bereits zum 21. Mal stattfindet, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Diözesen Wien und St. Pölten. Die Verantwortlichen wollen das Selbstbewusstsein der Lehrlinge stärken und gleichzeitig das Bild der Lehrlinge in der kirchlichen Öffentlichkeit verbessern.
Der Herzogenburger Propst Mag. Maximilian Fürnsinn wird gemeinsam mit den Jugendseelsorgern Markus Muth und Werner Pirker mit den Jugendlichen einen Wortgottesdienst in der Stiftskirche feiern. Beim Einzug der Lehrlinge in die Herzogenburger Stiftskirche wird auch wieder eine metallene Marienfigur, die von den Zisterdorfer Lehrlingen fabrizierte „Rohrmadonna“, mitgetragen. Auf dem Programm stehen weiters ein Augustinus-Quiz und „Outdoor action“. Führungen durch das Stift und Erlebnisstationen runden das Programm ab. Das Mittagessen kommt wie immer aus einer Gulaschkanone des Bundesheeres.


Da Propst Fürnsinn selbst Fleischhauerlehrling war, bringen Schüler der Landesberufsschule Hollabrunn einen großen Korb mit Wurstwaren als Geschenk mit. Auch die Gestaltung der Messe, von der Musik bis zum Blumenschmuck in der Kirche, wird von den Lehrlingen übernommen. Lehrer und Lehrlinge der Berufsschule Neunkirchen fertigten als Andenken 600 Schlüsselanhänger, die dieses Jahr das Logo von Stift Herzogenburg und einen Augustinus-Spruch zeigen.


Christian Romanek, Koordinator des „Tags des Lehrlings“ und Fachinspektor für die Berufsschulen in der Erzdiözese Wien, plädiert gegenüber „Kathpress“ für eine gesellschaftliche und kirchliche Aufwertung der Lehre. Die Lehre dürfe keine Sackgasse sein, so Romanek, der die Zukunft unter anderem in einer dualen Ausbildung von Matura mit gleichzeitiger Lehre sieht. Er verweist auch darauf, dass die Erzdiözese Wien bemüht sei, Lehrlinge aufzunehmen und auszubilden, etwa im Küchenbetrieb, im Schulamt oder in der EDV-Abteilung.