5. Donauwallfahrt nach Maria Taferl

Die “Donauwallfahrt“ zugunsten der Restaurierung der Basilika Maria Taferl fand am Sonntag, den 20. September, bereits zum fünften Mal statt. Bischof Klaus und Landeshauptmann Pröll fuhren mit rund 300 Wallfahrern und Unterstützern der Renovierung mit der MS Austria auf der Donau von Melk nach Marbach. Nach einer Schiffssegnung stiegen die Pilger 200 Höhenmeter zur Basilika auf, wo sie gemeinsam mit weiteren 200 Wallfahren die heilige Messe feierten. Unter den Teilnehmern waren Landtagsabgeordneter Mag. Gerhard Karner, Bezirkshauptmann Dr. Elfriede Mayrhofer, der NÖ Militärkommandant Generalmajor Prof. Mag. Johann Culik und Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, als Obmann des „Vereins zur Erhaltung der Basilika Maria Taferl“.
Anliegen der Wallfahrt sei es, „dass die Renovierung fruchtbar wird in unserer Zeit und in der Zukunft“, betonte Bischof Küng. Es gehe darum, dass die Menschen entdeckten, „welcher Weg zum wahren Ziel führt“. In früheren Zeiten hätten die Menschen mangels medizinischer und anderer sozialer Einrichtungen in ihrem Leid die Gottesmutter Maria um Hilfe angerufen, erklärte Küng. Davon zeugten die zahlreichen Votivgaben in der Schatzkammer der Wallfahrtskirche, die „wahrhafte, ideelle Schätze“ seien. Heute sei die Gefahr sehr groß, „die Hilfe nicht mehr bei Gott zu suchen“, so Küng, „doch es gibt immer einen Grund zu beten.“ Das Geld für die Renovierungsarbeiten – insgesamt rund 3 Millionen Euro – sei „gut investiert“, wie Küng sagte: Es gehe nicht nur um die Erhaltung eines bedrohten Kulturgutes, sondern auch darum, dass die Menschen in der neu erstrahlenden Basilika ihren Glauben bezeugten.


„Es ist eine große Freude, dass die Basilika wieder so schön und hell ist“, freute sich Bischof Küng, „ganz anders als bei der ersten Donauwallfahrt vor fünf Jahren.“ Nächstes Jahr feiert die Basilika Maria Tafel ihr 350-jähriges Bestehen. Bis dahin sollen die letzten Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein. Im letzten Jahr der umfangreichen Renovierung stehen noch die aufwändige Reparatur der Orgel, die Erneuerung des Mauerwerks der Türme, die Vorplatzgestaltung, der barrierefreie Eingangsbereich, die Pfarrkanzlei sowie die komplette Innenreinigung der Basilika auf dem Programm.
Der Rosengarten ist gerade frisch restauriert. „Seit sicher hundert Jahren ist dort im steinernen Brunnen kein Wasser mehr geflossen“, erklärt Christian Schüller, für die Renovierungsarbeiten verantwortlicher Pfarrgemeinderat. „Der Garten wurde neu angelegt und bepflanzt, und das Wasser im Brunnen fließt wieder.“ Auch der neue Garten sei ein „Zeichen für das bevorstehende Jubeljahr“, so Schüller.