20 Jahre Partnerschaft mit Pädagogischer Hochschule Kecskemet

In einem Festakt Anfang Dezember beging die Kirchliche Pädagogische Hochschule am Campus Krems-Mitterau das 20-jährige Jubiläum ihrer Hochschulpartnerschaft mit der Pädagogischen Hochschule Kecskemet in Ungarn. Gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 hat sich der Kontakt der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems – damals Pädagogische Akademie - mit der ungarischen Pädagogischen Fakultät der Hochschule Kecskemet gebildet. Diese Partnerschaft war zugleich die erste westliche Hochschulpartnerschaft der Pädagogischen Hochschule Kecskemet. An der KPH Wien/Krems sind derzeit etwa 1.100 Studierende und in Kecskemet zirka 1.300.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fanden bereits zahlreiche Studienreisen von Studierenden, Dozenten und Dozentinnen beider Fakultäten statt. Gemeinsame Ausstellungen und Konzerte wurden ebenso organisiert wie Schulpraktika, interkulturelle Seminare und fachspezifische Projekte.


Neuorientierung in Europa


Dr. Sarolta Lipoczi von der PH Kecskemet zeigte bei ihrem Vortrag das Werden dieser langjährigen Partnerschaft auf, die von der Hochschule Kecskemet ausgegangen war. „Wir suchten Neuorientierung und wollten Österreich wiederentdecken“, erinnerte sie. Seitdem haben 400 Studenten und Studentinnen auf beiden Seiten an gemeinsamen Projekten und Seminaren teilgenommen. Auch gemeinsame Lehrbücher für Literatur wurden herausgegeben. „Denn das Zusammenwohnen in Europe bedeutet für uns mehr als nur eine wirtschaftliche Abstimmung“, betonte Lipoczi.
Für Vizerektorin Dr. Helene Miklas von der KPH Wien/Krems seien sie interkulturelle Kontakte besonders wertvoll, unterstrich sie. Wenn man Fremdes und Interkulturelles nicht mehr lerne, gehe viel an Respekt, Reichtum und auch an Auseinandersetzung verloren. Miklas verglich die Interkulturalität mit einem Leuchtturm, der mit seinem Licht den Weg weise. Interkulturalität bedeute, sich öffnen und durch Erfahrung lernen. Miklas sprach sich vehement gegen jegliche Angstmache, Misstrauen gegenüber Fremden und gegen heute gängige Popularismen aus.


Internationaler Studentenaustausch


Die Zusammenarbeit beider Hochschulen wird von Europaebene aus durch das Erasmus- wie auch Sokratesprogramm gefördert, wobei das erstere die Zusammenarbeit von Hochschulen innerhalb der EU und anderen europäischen Ländern sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten unterstützt und „Sokrates“ ein Aktionsprogramm der Europäischen Union zur Förderung der transnationalen Zusammenarbeit im Bildungsbereich ist.
An der KPH in Krems gibt es ein Internationales Büro mit OStR Mag. Doris Sygmund an der Spitze. Die ECTS-Koordinatorin (European Credit Transfer and Accumulation System) soll sicherstellen, dass die Leistungen von Studenten an Hochschulen im Europäischen Hochschulraum vergleichbar sind. Derzeit studieren über „Erasmus“ Jugendliche aus Ungarn, Tschechien, Spanien, Litauen und Griechenland sowie Praktikantinnen aus den USA und Holland in Krems. StudentInnen aus Krems sind derzeit in Dänemark, Spanien und Griechenland.