20 Jahre „Licht für die Welt“

„Licht für die Welt“ ist seit 20 Jahren im Einsatz gegen Blindheit in Entwicklungsländern. Ein Diavortrag und kompetente augenärztliche Informationen am 05. November 2008, 18.30 Uhr, im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten geben Einblick in die Situation blinder und von Blindheit bedrohten Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.

Rund 37 Millionen blinde Menschen leben auf unserer Erde, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern. 75 % der Blindheit in der Dritten Welt wäre mit einfachen Mitteln vermeidbar, jeder zweite Blinde durch eine Operation am Grauen Star heilbar. In den Armutsgebieten fehlt es nicht nur an Wissen und Bewusstsein zur Prävention sowie an Medikamenten, sondern vor allem an augenmedizinischen Einrichtungen und ausgebildetem Fachpersonal.

Prim. Univ. Doz. DDr. Armit Ettl, Vorstand der Abteilung für Augenheilkunde am Landesklinikum St. Pölten und Prim. Dr. Johannes Funder, Vorstand der Abteilung für Augenheilkunde am Landesklinikum Horn, engagieren sich im Rahmen der Aktion „Niederösterreicher retten Augenlicht“ und erklären die medizinischen Zusammenhänge: „Die meisten Menschen in der so genannten Dritten Welt sind nur deshalb blind, weil es an der grundlegenden augenmedizinischen Versorgung fehlt. In Afrika kommen auf einen Augenarzt mehr als 1 Million Menschen. Das ist, als gäbe es in ganz Niederösterreich nur einen einzigen Augenarzt! Dabei leidet jeder zweite blinde Mensch in Afrika am Grauen Star und könnte durch eine Augenoperation geheilt werden.“

Prim. Ettl und Prim. Funder gestalten gemeinschaftlich am Mittwoch, 05. November 2008, um 18.30 Uhr einen Informationsabend im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt mit einem Diavortrag und anschließender Diskussion. Bilder aus Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, und kompetente augenärztliche Informationen geben Einblick in die Situation von blinden und von Blindheit bedrohten Menschen in einem Entwicklungsland. Bereits eine Spende von 30 Euro an „Licht für die Welt“ ermöglicht in Entwicklungsländern eine Operation am Grauen Star.

„Licht für die Welt“ ist eine international tätige österreichische Fachorganisation, die sich für augenkranke, blinde und anders behinderte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde einsetzt – ohne Ansehen von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion. Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen.

1908 gründete der evangelische Pfarrer Ernst Jakob Christoffel aus dem Rheinland das erste Heim für blinde, taubstumme und körperbehinderte Menschen in der Türkei. Nach seinem Tod erfolgte die Umbenennung der "Christlichen Blindenmission im Orient" zu Ehren ihres Gründers in „Christoffel-Blindenmission“. 1988 wurde „Licht für die Welt“ als selbständiger österreichischer Verein mit dem Namen „Christoffel-Blindenmission Österreich“ gegründet.

Foto: Der 8-jährige Awil, Somalia, kann nach einer Operation am Grauen Star wieder sehen. (Licht für die Welt)