20 Jahre Blindentonbandzeitung Karussell

Seit über 20 Jahren dreht sich schon das Karussell. Karussell heißt die Tonbandzeitung für Binde und Sehbehinderte, die seit 1988 vom Blindenapostolat der Diözese St. Pölten und dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben wird. Seit 20 Jahren erhalten Abonnenten dieser Hörzeitschrift vier- bis fünfmal im Jahr eine Tonkassette oder eine CD mit 60 Minuten Informationen, Tipps und Musik. Spezielle Berichte für Blinde und Sehbehinderte fehlen ebensowenig wie ein geistliches Wort, ein spezieller Veranstaltungskalender über Freizeitangebote für Blinde oder auch Mitteilungen von Hörerinnen und Hörer.
Die Reporter von Karussell haben sich bei jeder Nummer auf Suche nach Einrichtungen für blinde uns sehbehinderte Menschen begeben, Menschen interviewt, neue Technologien vorgestellt sowie Anregungen und Neuerungen im sozialen Bereich aufgegriffen und darüber berichtet. Prominente wie die ehemaligen Innenminister Kaspar Einem und Liese Prokop, der einstige Staatspräsident Jan Carnogursky aus der Slowakei oder der Abt von Panonhalma Astrik Varszegi, hat Karussell dabei vor das Mikrofon gebeten. Die Moderation der Beiträge hat in den bisherigen Ausgaben Heinz Kellner, Vorsitzender des Blindenapostolates der Diözese übernommen.

Eine besondere Rubrik jeder Nummer ist das Lebensbild, in dem ein Blinder, der sein Leben auf besondere Weise gestaltet, vorgestellt wird. So gab es unter anderem einen blinden Reiseleiter, blinde Sportler, Lehrer, Schachspieler und viele Menschen, die trotz Behinderung ihr Leben auf außergewöhnliche Art meistern.
Einzelne Privatradiostationen haben immer wieder Teile von Karussell in ihr Programm übernommen.