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19 neue Religionslehrer für die Diözese

Im Rahmen einer Sendungsfeier mit Schulamtsleiter Msgr. HR Prof. Mag. Karl Schrittwieser erhielten 19 neue Religionslehrerinnen und Religionslehrer die „missio canonica“, den Auftrag der Kirche zu unterrichten. 13 Religionslehrerinnen und 3 Religionslehrer werden an Pflichtschulen, 2 Lehrer und eine Lehrerin an weiterführenden Schulen unterrichten.

„Als Religionslehrer dürfen wir missionarische Christen und Menschenfischer sein“, sagte Msgr. Schrittwieser bei der Sendungsfeier in Krems. Es gehe dabei sei jedoch nicht um das „Einfangen von Menschen, wie es Psycho-Sekten verwenden“, betonte der Leiter des Diözesanschulamtes, „sondern vielmehr um die Einladung in einen Raum, in dem man in Fülle leben kann – und dieser Raum ist die Kirche.“ Nach dem Vorbild des hl. Paulus dürften die Lehrenden auch „niemals sich selbst verkünden, sondern Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen“. Das Christusmysterium müsse auch im Religionsunterricht im Mittelpunkt stehen.

Der „Tag der ReligionslehrerInnen“, an dem die neuen Lehrkräfte traditionell beauftragt werden, fand heuer zum ersten Mal in Krems, an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule statt. Daher wurde der Sendungsgottesdienst nicht wie bisher üblich im St. Pöltner Dom, sondern – passend zum Paulusjahr – in der der Hochschule benachbarten Pfarrkirche von Krems-St. Paul gefeiert.

Es gelte, den Kindern und Jugendlichen „möglichst viel an Glaubenswissen“ weiterzugeben, betonte Msgr. Schrittwieser. „Wir wissen um die Schwierigkeiten dabei, aber wir dürfen vor dieser Aufgabe nicht kapitulieren.“ Der Religionsunterricht in den Schulen biete viele Chancen und Möglichkeiten: Jeder Religionslehrer begegne pro Woche im Durchschnitt 200 Schülerinnen und Schülern. „Dadurch kommen wir mit 90.000 Kindern und Jugendlichen in Kontakt.“ Es sei schön, für diese „Wegbegleiter“ sein zu dürfen und den „Weg zu einem sinnerfüllten Leben“ aufzuzeigen, so Schrittwieser.

Religionslehrer: „Dolmetscher zwischen den Welten“

Religionslehrer seien „Dolmetscher zwischen verschiedenen Lebenswelten“, sagte die Rektorin der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, DDr. Ulrike Greiner in ihrem Referat zum „Tag der ReligionslehrerInnen“ in der Aula der Hochschule. Heute stelle sich vermehrt die Frage, wie in einer zersplitterten Welt „das Ganze“ sichtbar werden könne. Aufgabe der Religionslehrerinnen und Religionslehrer sei es, die verschiedenen „fragmentarischen Welten“ einander näher zu bringen, so die Rektorin.

Wegen des „eigenen Verständnisses von Wirklichkeit“ habe der Religionsunterricht gerade in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung, betonte Greiner. Religion begegne der Wirklichkeit in einer Form, die dieses Fach für die Bildung der Jugendlichen und für die ganze Gesellschaft „unverzichtbar“ mache. Greiner forderte, dass sich der Religionsunterricht „in diesem Sinne neu positionieren und behaupten“ müsse.