Nikolaus
 
 

1.500 Euro für Frauenwohnheim in St. Pölten

Das kommt zu Weihnachten gerade recht. Die Vernissage mit Versteigerung und anschließendem Verkauf von Bildern, die Frauen gemalt haben, hat 1.500 Euro erbracht, der nun dem Frauenwohnheim zugute kommt. Einen Monat lang waren die Werke in der Sparkasse St. Pölten ausgestellt. Die stellvertretende Vorsitzende der Frauenbewegung, Gisela Grasmann, war Leiterin des Malworkshops mit Frauen aus dem Frauenwohnheim, in dem diese Bilder entstanden sind: „Weil die Kreativität das Leben bereichert und Freude bereitet“, habe sie dieses Projekt begonnen, sagt sie. Frauen, denen es psychisch nicht gut gehe, „tut es gut, wenn sie malen und sich dabei in Farbe und Form ausdrücken können“, meint sie und sieht diesen Workshop als „Maltherapie. Viele der Frauen haben seit der Schule keinen Pinsel mehr in der Hand gehabt. Dennoch seien die Bilder „aus ihrer Mitte heraus geprägt, von ihrem inneren Leben her“, unterstrich Grasmann.
Neben den Bildern aus dem Malworkshop haben auch Künstlerinnen Werken unter dem Thema „Bilder der Kraft“ zur Verfügung gestellt. „Die Kraft der Frauen sichtbar und bewusst zu machen, war das Ziel dieser Aktion“, erläutert dazu die Vorsitzende der Kath. Frauenbewegung, Anna Rosenberger.

Das Frauenhaus, dem der Reinerlös zugute kommt, ist eine Einrichtung der Emmausgemeinschaft und wurde 2004 gegründet. Seit damals gab es 713 Anfragen. 220 Frauen konnten bisher aufgenommen werden. Die erste "Frauen-Wohngruppe" in einer kleinen Wohnung verfügte über sechs Plätze. Noch 2004 wurde ein Haus angekauft und notdürftig adaptiert. Auch mit einer Aufnahmekapazität von 15 Wohnplätzen stieß das Frauenwohnheim schnell an die Grenzen. Eine Generalsanierung und Erweiterung wurden diesen Sommer abgeschlossen. Die Baukosten wurden zu einem großen Teil vom Land Niederösterreich, aber auch aus Eigenleistungen der Emmausgemeinschaft sowie durch Spenden getragen. Nun stehen 23 Plätze im Wohnheim, 15 Plätze im Tageszentrum und vier Plätze in der Notschlafstelle für Frauen zur Verfügung.

Am Foto v.l.n.r.: Gisela Grasmann, Diözesanassistentin Christine Plank, Dir. Peter Lafite von der Sparkasse NÖ Mitte West, Sigrid Schmid, Stellvertretende Leiterin des Frauenwohnheimes, Anna Rosenberger, Vorsitzende der Kath. Frauenbewegung.