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Weihnachtsevangelium: Andere Maßstäbe als Konsumgesellschaft

"Die Weihnachtsbotschaft verdeutlicht die Würde jedes einzelnen Menschen ohne Ausnahme und ohne Diskriminierung" und stehe damit im Gegensatz zu einer Wohlstands - und Konsumgesellschaft, in der bei einer Beeinträchtigung der Lebensqualität die Sinnhaftigkeit des Lebens sofort in Frage gestellt würde, sagte Diözesanbischof Klaus Küng in seiner Predigt zum Christtag. Durch das Weihnachtsgeschehen werde das Leben der vom Leid Heimgesuchten erhellt. In einer Wohlstands -und Konsumgesellschaft, in der es nur wichtig scheint, dass es einem "gut" geht, dass man "etwas vom Leben hat", komme bei einer Beeinträchtigung dieser Lebensqualität schnell die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Lebens auf - "ob es sich lohnt, ein solches Leben zu leben." - "Für noch nicht Geborene, insbesondere für Behinderte, aber auch für Kranke und Alte kann diese Frage sogar zur tödlichen Gefahr werden", betonte der Bischof.


"Lehrreicher Blick auf die Krippe"


Die Weihnachtsbotschaft verdeutliche hingegen die Würde jedes einzelnen Menschen - ohne Ausnahme und ohne Diskriminierung: "Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch - jeder - zu Gott kommen kann." "Der Blick auf die Krippe ist lehrreich", führte Bischof Küng in seiner Ansprache aus. Gott komme nicht mit Macht. Er lege niemandem Zwang an.


"Es hängt von uns ab..."


Weihnachten ist ein "Angebot, das von Gott kommt". "Es hängt von uns ab, wem wir nachlaufen, welche Ziele wir als wichtig erachten und welche wir verfolgen", so der Bischof, der auf die Worte aus dem Evangelium hinwies: "Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden."


Es wären keine besonderen Voraussetzungen nötig, um Gottes Nähe zu entdecken, sagte Klaus Küng. Selbst in größter Armut zur Welt gebracht, habe Jesus Christus zu den Jüngern später gesagt: "Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich."


"Wir unterliegen wahrscheinlich alle häufig dem Irrtum zu meinen, Weihnachten könne nur für jene ein wirkliches Fest sein, die ohne Probleme sind" - Christus wäre aber vielmehr gekommen, um Fesseln zu lösen, Blinde sehend und Taube hörend zu machen. -"Er kann sogar Tote erwecken. Weihnachten bedeutet Hoffnung für den Menschen, auch für den fehlerhaften, schuldbeladenen"..."Das ist gerade der Grund seines Kommens. Durch Ihn können wir - kann jeder - die Verbundenheit mit Gott erreichen."


Die Predigt im Wortlaut