November
Weingarten
Bischof Alois Schwarz im Radio NÖ Interview
 
 

St. Pölten hatte nie einen barocken Bischofsgarten

Ein "barocker Bischofsgarten" hat in St. Pölten nie bestanden. Auch andere geplante Bauvorhaben aus der damaligen Zeit wurden nie verwirklicht. Das ergaben die archäologische Grabungen des Österreichischen Archäologischen Institutes im Bischofsgarten unter der Leitung von Dr. Peter Scherrer. Durch die jüngsten Bauvorhaben der Diözese St. Pölten, das Konservatorium für Kirchenmusik, ist der Teil des "Bischofsgarten" zwischen barockem Gartenpavillon und Neptunbrunnen in die öffentliche Diskussion geraten. Dieser Garten wurde auch in der Vergangenheit nicht als Barockgarten gestaltet. Dies haben die durchgeführten archäologischen Grabungen ergeben.
Es gibt aber ein historisches Gemälde, auf dem ein Garten an dieser Stelle gemalt wurde. Dieses Bild zeigt ein geplantes Projekt, das nie verwirklicht worden ist. Auf demselben Gemälde wird übrigens auch der Dom mit zwei Türmen abgebildet, ein Vorhaben, das über die Planungsphase nie hinausgegekommen ist.


Auf der in den letzten Jahrzehnten unterschiedlich als Gärtnerei, Abstellgelände, Grabungen u. a. genutzten Fläche entsteht nun ein neues Kultur-Ensemble unter Einbeziehung bestehender, schützenswürdiger historischer Elemente. Ein neues Gebäude für das Musik-Konservatorium der Diözese in St. Pölten ermöglicht die Förderung junger Musiker aus dem ganzen Land.
Bischof DDr. Klaus Küng: "Wie mir berichtet wurde, ist die Errichtung des Konservatoriums und die konkrete Gestaltung des neuen Gebäudes in allen zuständigen Gremien ausführlich diskutiert worden. Die verschiedenen Aspekte praktischer, ästhetischer und finanzieller Art mussten dabei abgewogen und miteinander in Einklang gebracht werden."


Der barocke Gartenpavillon wird nach der totalen Sanierung ins architektonische Gesamtkonzept einbezogen. Es besteht dann die Möglichkeit, bislang ungenutzte Flächen vor dem Pavillon und im Bereich des Neptun-Brunnens (dieses historische Bauwerk wurde durch eine stabile Holzverschalung für die Zeit der Bauarbeiten geschützt) gartengestalterisch zu nutzen.