November
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St. Pölten ehrt Kardinal König

Mit einem Kardinal-König Platz ehrt die Landeshauptstadt den vor einem Jahr verstorbenen Kardinal DDr. Franz König, Ehrenbürger und ehemaliger Bischof-Koadjutor von St. Pölten. Die Umbenennung des äußeren Neugebäudeplatzes in Kardinal König Platz wurde am 27. September des Vorjahres vom Gemeinderat der Landeshauptstadt einstimmig beschlossen. Bei der Enthüllung der Gedenktafel am Montag, den 14. März durch Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Bischof DDr. Klaus Küng, war neben zahlreichen Ehrengästen aus Kirche und Politik auch die langjährige Büroleiterin des Kardinals, Dr. Annemarie Fenzl anwesend.


Der Persönlichkeit eines Kardinals und seinem Engagement entsprechend sowie als Symbolfigur der Zusammenarbeit, sei dieser Platz "ein Verkehrsknotenpunkt, ein Platz am Übergang zwischen der Altstadt und dem neuen Regierungsviertel", ausgewählt worden, sagte der Bürgermeister. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst. Kardinal König habe mit seinem Weg des Dialogs weithin zur Entspannung des Verhältnisses von Sozialdemokratie und Kirche beigetragen. Und in den schweren Kriegstagen habe er als Kurat in St. Pölten die Menschen begleitet, erinnerte Bürgermeister Stadler. Die Stadt St. Pölten habe sich stets mit ihrem ehemaligen Bischof-Koadjutor und dem späteren Kardinal verbunden gewusst. 1979 wurde Kardinal König daher auch zum Ehrenbürger ernannt.


Bischof DDr. Klaus Küng zeigte sich erfreut, dass es für den Beschluss der Umbenennung eines Platzes einen gemeinsamen Konsens gab. Der Kardinal sei "ein Mann des Friedens" gewesen mit der Fähigkeit, über alle Grenzen hinweg das Gespräch zu suchen und Kontakte zu pflegen. Er habe es verstanden, auf die wesentlichen Werte hinzuweisen, sagte der Bischof. Es sei daher wichtig, auch in Zukunft diese Persönlichkeit und ihre Anliegen hoch zu halten: das Gespräch suchen, auch wenn man unterschiedlicher Haltung sei, aufeinander zugehen, einander die Hand reichen und mit Blick auf das Gemeinwohl in allem einen gemeinsamen Weg gehen, den man gemeinsam auch gehen könne.