Sportlermesse mit Fußball-Segnung
Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Requiem für Liese Prokop am 9. Jänner in St. Pölten

Der offizielle Abschied von der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop findet am Dienstag, dem 9. Jänner 2007 mit einem Requiem im Dom zu St. Pölten statt. Die Trauerfeierlichkeiten unter Leitung von Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn und Diözesanbischof Klaus Küng beginnen mit der Verabschiedung in der Kapelle des NÖ Landhauses, von wo um 15.00 Uhr der Sarg von einem Trauerzug in den Dom geleitet wird. Bereits ab Montag, dem 8. Jänner, 10.00 Uhr wird der Leichnam der Verstorbenen in der Kapelle des NÖ Landhauses zur letzten Ehrerweisung aufgebahrt sein.

Am Dienstagnachmittag nimmt Bischof Klaus Küng die Einsegnung in der Landhauskapelle vor, von wo der Sarg mit dem Leichnam um 15.00 Uhr in einem Kondukt zum Dom geleitet wird. Der anschließenden Messfeier steht Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn unter Konzelebration von Diözesanbischof Klaus Küng vor.

Zum Gottesdienst werden zahlreiche Gläubige, die Familie und die Angehörigen der Verstorbenen, die Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung, sowie der NÖ Landesregierung erwartet. Die Teilnahme weiterer österreichischer Bischöfe und Äbte gilt als wahrscheinlich.

Trauer bei der Emmausgemeinschaft:
"die Saat der Liebe ist bereits aufgegangen"

"Mit Liese Prokop haben wir einen wunderbaren Menschen und eine faszinierende Politikerin verloren", sagt der Leiter der Emmausgemeinschaft St. Pölten, Karl Rottenschalger. Sie war eine Politikerin, die durch ihr unermüdliches Engagement für sozial benachteiligte Personen, durch ihre Menschlichkeit und Kompetenz, aber auch mit ihrem Durchsetzungsvermögen beeindruckte".

Die Emmausgemeinschaft, so Rottenschlager, sei ihr "ein Herzensanliegen" gewesen. Sie habe die Verantwortlichen immer wieder aufgefordert, "mit Hand, Herz und Hirn" an die Arbeit zu gehen. Liese Prokop war Patin bei der Gründung von sechs Emmaus-Wohnheimen und fünf Emmaus-Betrieben. Allein in den vergangenen fünf Jahren konnte sie die Emmaus-Cityfarm, Emmaus Lilienfeld, die Emmaus-Frauen-Wohngemeinschaft, die Jugend-Notschlafstelle JUMP sowie das Emmaus-Integrationsprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnen. Auch die Gründung des Sozialmarktes SAM NÖ/SOMA St. Pölten geht auf ihre Initiative zurück, weist Rottenschlager hin.

Das Geheimnis aus dem sie lebte waren die eigene Familie, verbindliche Freundschaften, hohe fachliche Kompetenz und eine solide spirituelle Basis, sagt Rottenschlager. "Prokop war überzeugte Christin, die stets konsequent für den Schutz des bedrohten Lebens und für die Würde jedes einzelnen Menschen eintrat. Ihr Tod ist für viele ein schmerzlicher Verlust. Doch die Saat der Liebe, die sie ausgesät hat, ist bereits hundertfach aufgegangen".

Link: Emmausgemeinschaft St. Pölten

Caritas würdigt Leistungen der
Sozialpolitikerin Liese Prokop

Bevor Liese Prokop im Dezember 2004 das Amt als österreichische Innenministerin antrat, hatte sie als Soziallandesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin von NÖ die Sozial-, Familien- und Jugendpolitik des Bundeslandes entscheidend mitgeprägt.

"Ihr Herz galt ganz besonders den Menschen mit Behinderungen", sagt der St. Pöltner Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck über die verstorbene Innenministerin und Sozialpolitikerin.

In der Diözese St. Pölten gibt es keine Caritas- Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, die nicht von der ehemaligen Landespolitikerin zumindest einmal besucht worden ist. Die meisten der zwölf Werkstätten und neun Wohnhäuser wurden von Prokop eröffnet. Vor und nach den offiziellen Festakten nahm Sie sich immer wieder Zeit für persönliche Gespräche mit den Menschen, die in diesen Caritas- Einrichtungen leben, arbeiten und wohnen.

Den Anliegen der Caritas in der Diözese St. Pölten ist Prokop immer wohlwollend gegenüber gestanden. "Sie hat die Caritas-Arbeit auch mit großer Aufmerksamkeit begleitet und wo es möglich war unterstützt", so Caritas-Direktor Schuhböck. Als Sozialpolitikerin hat sie in NÖ viel zum Aufbau der Hauskrankenpflege und der psychosozialen Einrichtungen beigetragen.

"Unser Mitgefühl gilt in diesen Tagen besonders Ihren Angehörigen", betont Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck.

Link: Caritas der Diözese St. Pölten