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Prekäre Arbeit ist kein Ausweg

Am Tag der Arbeitslosen, dem 30. April rufen die Arbeitslosen- und Beschäftigungsinitiativen aus dem Raum St. Pölten auf, die Problemlage der arbeitslosen Menschen in den Blick zu nehmen und als gesellschaftliches Problem zu sehen.
Am 28. April, 19.30 Uhr gibt es im Cinema Paradiso in St. Pölten einen Filmabend mit anschließender Diskussion über die Situation der Arbeitslosigkeit. Trotz derzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit seien nach wie vor über 310.000 Menschen ohne Erwerbsarbeit. Jeder vierte Beschäftigte in Österreich sei innerhalb eines Jahres mit der Situation Arbeitslosigkeit konfrontiert, weist Mag. Gruber von der Betriebsseelsorge St. Pölten hin. Im vergangenen Jahr waren davon 775.341 Menschen betroffen.
Laut Studie leiden über 80 Prozent der Arbeitslosen massiv an finanziellen Einbußen, über die Hälfte an Zukunftsängsten, fast ebenso viele am Verlust der Sicherheit und ein Drittel an gesundheitlichen Problemen wie am Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Ein Viertel resigniert.
Dennoch dürfe es nicht sein, dass durch eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbedingungen arbeitslose Menschen zur Annahme von prekärer Arbeit gezwungen werden, betont die Betriebsseelsorge St. Pölten. Prekäre Arbeit unter jeglichen Bedingungen anzunehmen sei kein Ausweg gegen das Problem der Arbeitslosigkeit, weist Gruber hin.

Filmabend und Diskussion

Am Montag, dem 28. April wird um 19.30 Uhrim Cinema Paradiso in St. Pölten, Rathausplatz, der Film "Montags in der Sonne" über Arbeitslosigkeit gezeigt.

Anschließend (um etwa 21.30 Uhr) diskutieren Claudia Wrba (AMS St. Pölten), Julius Felker (Netzwerk der Solidarität), Christine Krampl (Jobcreateurin SOMA NÖ), Johann Lechner (Verein Wohnen St. Pölten), Alois Reisenbichler (Betriebsseelsorge) sowie ein Vertreter der Emmausgemeinschaft zum Thema: "Was ist für Arbeitssuchende noch zumutbar?".
Eintritt: Kinokarte 6,50 Euro, Diskussion frei.
Freier Eintritt für Arbeitsuchende.