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Neue Internetplattform vernetzt österreichische Pilgerwege

Ein neues Projekt vernetzt ab sofort die österreichischen Pilgerwege. Die Website www.pilgern.atversammelt Informationen über die einzelnen Pilgerwege, über Etappen und Stationen und bietet die wichtigsten weiterführenden Links.

Derzeit sind acht große Pilgerwege beschrieben, darunter der österreichische Abschnitt des Jakobsweges, der grenzüberschreitende "Weg des Buches" (Passau-Arnoldstein), die Kärntner Hemma-Pilgerwege, der Mariazeller Gründerweg, der St. Rupert-Pilgerweg, die ebenfalls grenzüberschreitenden Pilgerwege "Via Nova" und "Via Sacra" sowie den Donau-Alpen-Adria-Radpilgerweg.

Wie der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz - er ist in der Bischofskonferenz auch für das Pilgern zuständig - bei der Präsentation der Website am Donnerstag in Wien betonte, liege die Kirche mit diesem neuen Angebot "voll im Trend" des derzeitigen Pilger-Booms. Es sei dabei die Aufgabe der Kirche, diesen Boom als Chance zu begreifen, die religiöse Dimension des Pilgerns sichtbar zu machen, so Schwarz. Aus dem Trend zum Pilgern spricht laut Schwarz das "tiefe Bedürfnis der Menschen nach Sinnstiftung". Die geläufige Formel "Der Weg ist das Ziel" stellte Schwarz in Frage. Für den Christen gehe es darum, das Heiligtum - einen Ort, wo Himmel und Erde einander berühren - als Ziel zu sehen.

Ausdrücklich begrüßte der Bischof die "enge und produktive Kooperation" mit den zuständigen Tourismusämtern in den Regionen. Dies sei ein "gelungenes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft in Österreich", so Schwarz.

Wie Staatssekretärin Christine Marek vom Wirtschaftsministerium betonte, stelle das Aufkommen des "Pilgertourismus" einen erheblichen Wirtschaftsfaktor insbesondere für strukturschwächere Regionen dar. Daher unterstütze das Ministerium auch das Anliegen einer Vernetzung der österreichischen Pilgerwege. Neben der bewussten Sinnsuche ist es laut Marek auch die "Sehnsucht nach Entschleunigung", die immer häufiger auch religionsferne Menschen zum Pilgern bewegt.

Weltweit seien jährlich rund 40 Millionen Menschen auf Pilgerreisen unterwegs, so Marek; in Europa seien es pro Jahr rund 2,5 Millionen, die sich zu grenzüberschreitenden Pilgerfahrten auf den Weg machen. Spitzenreiter sei hier Italien mit einem Anteil von 15 Prozent an den grenzüberschreitenden Pilgerfahrten, gefolgt von Deutschland und Großbritannien mit je 14 Prozent. Österreich liegt mit rund 3 Prozent auf Platz sieben.

www.pilgern.at