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"Ich will Freude am Glauben und in der Kirche ermöglichen"

Mag. Eduard Gruber ist seit 1. September neuer Generalvikar. Er ist 56 Jahre alt, war stammt aus Weißenkirchen in der Wachau, war Studentenseelsorger in Graz, Rektor im Bildungshaus St. Hippolyt, Lehrbeauftragter für Hebräisch an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, Leiter des Exerzitienreferates und seit 1997 Stadtpfarrer in Krems-St. Veit. Er folgt in seiner neuen Funktion Prälat Leopold Schagerl nach, der mit 1. September den Pfarrverband Gerersdorf/Prinzersdorf - Hafnerbach - Haunoldstein übernommen hat. Der Generalvikar ist der Vertreter des Bischofs in Bezug auf Verwaltung und Jurisdiktion und Leiter des Ordinariates oder Generalvikariats.

Der Generalvikar bei der jüngsten Sendung "Nahaufnahme" in Radio Niederösterreich:
In der jüngsten Sonntagmorgensendung "Nahaufnahme" auf Radio Niederösterreich hat der neue Generalvikar einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben, seine Berufung zum Priester und seine Interessen gewährt.
Als HTL-Schüler für Hochbau in Krems sei in ihm der Wunsch gereift, Priester zu werden, erzählte er. Ausschlaggebend dafür sei sein damaliger Pfarrer Anton Burger gewesen, der "gesundheitlich sehr angeschlagen" war, wahrscheinlich als Spätfolgen seiner Haft im KZ Mauthausen, schilderte Gruber in dem Gespräch. Grubers Überlegungen waren, wer ihn einmal ersetzen würde und ob dies nicht auch ein Weg für ihn sei.
Eine besondere Chance war die Möglichkeit des Bibelstudiums in Jerusalem, erzählte Gruber. Sie habe seine Liebe und sein Interesse an der Bibel noch verstärkt, was bis heute geblieben ist.
Seine Berufung zum Generalvikar sei für ihn "völlig überraschend und wie aus heiterem Himmel" gekommen. Nach längeren Gesprächen und einer Bedenkzeit habe er dann seiner neuen Aufgabe zugestimmt, erzählte der neue Generalvikar.
In seiner neuen Funktion werde er auch "viel in der Diözese aushelfen", denn er wisse, dass viele Mitbrüder überlastet seien. Er werde, wo immer er könne "in die Pfarren hinausgehen und dort auch Verpflichtungen übernehmen".
Als seinen persönlichen Wunsch an die Zukunft nannte Gruber, dass es ihm gelingen möge, möglichst gut auf andere hinzuhören, um "gemeinsam einen Weg zu finden", der "möglichst vielen Menschen in der Diözese eine neue Freude am Glauben und in der Kirche ermöglicht".

Eine große Liebe zur Heiligen Schrift
Eduard Gruber wurde 1952 in Weißenkirchen in der Wachau geboren. Nach der Volksschule in Weißenkirchen und der Hauptschule in Spitz besuchte er die HTL in Krems, Fachrichtung Hochbau. Nach der Matura trat Gruber ins Priesterseminar St. Pölten ein, wo er Theologie studierte. Bei einem Externjahr in Israel (Dormitio Abtei) vertiefte Gruber seine Liebe zur Heiligen Schrift und zum Land der Bibel. 1979 wurde er zum Priester geweiht. Als Kaplan wirkte er in Ybbs, Schrems und Krems-St. Veit.
1982 begann Eduard Gruber am Bibelinstitut in Rom sein Bibelstudium, wo er 1985 das Lizentiat in den Bibelwissenschaften "summa cum laude" erwarb. 1985 bis 1987 wirkte er als Studentenseelsorger in Graz.
Mit 1. September 1987 wurde Gruber Rektor im Bildungshaus St. Hippolyt und 1995 zum Konsistorialrat ernannt. 1997 übernahm er die Pfarre Krems St. Veit als Pfarrer.
Seit 1982 ist Mag. Gruber Diözesanrichter und seit 1987 Mitglied des Diözesankunstrates. Von 1994 bis 1997 war er Lehrbeauftragter für Hebräisch an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, von 1988 bis 1994 Seelsorger der Laientheologen und von 1988 bis 1997 Leiter des Exerzitienreferates.