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Erste Hilfe für die Seele: Ökumenische Notfallseelsorge in NÖ

Der Umgang mit akut traumatisierten Menschen und mögliche Anknüpfungspunkte zur Notfallpsychologie waren Thema der zweiten Kurseinheit der Ausbildung für "Notfallseelsorge und psychosoziale Akutbetreuung" von 25. bis 27. Oktober im Bildungshaus St. Hippolyt. Diözesanbischof DDr. Klaus Küng stattete den Teilnehmern des Lehrgangs der Ökumenischen Notfallseelsorge NÖ einen kurzen Besuch ab. Zu "Krisenintervention und Psychotraumatologie" sprach an den ersten beiden Kurstagen Mag. Eva Münker-Kramer, Psychotherapeutin in Krems. Mag. Heinz Längle ging auf die Behandlung von Kindern nach Notfällen - etwa beim Tod nahe stehender Bezugspersonen - ein.


Der Lehrgang mit insgesamt fünf Modulen hat im August begonnen und wird von der Kath. Kirche in den Diözesen Wien und St. Pölten, sowie der Evangelischen Kirche A und HB, Diözese Niederösterreich, getragen. Unterstützt wird die Ausbildung vom Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz, sowie von der NÖ Landesakademie. Neben den Kurseinheiten stehen eine Exkursion in die Landeswarnzentrale Tulln, sowie ein Besuch der Einsatzleitstelle LEBIG des Roten Kreuzes ebenso am Programm wie ein Erste Hilfe Kurs und ein Kurzpraktikum bei einer Rettungsorganisation.


Trauernden Menschen nahe sein


"Grundlage der Ökumenischen Notfallseelsorge NÖ ist der Konsens, trauernden Menschen nahe sein zu wollen, ob sie katholisch sind oder nicht. Als "Erste Hilfe für die Seele" soll psychologischer und religiöser Beistand in akuten Krisensituationen und außergewöhnlichen Gefühlslagen geboten werden", sagt der zuständige Koordinator für die Diözese St. Pölten, Pass. Stefan Mayerhofer. "Besonders beim Tod von Angehörigen stellen Menschen religiöse Fragen. Religiöse Handlungen haben dann einen hohen Wert zur Verarbeitung des Erlebten", heißt es in einer Zielformulierung der Ökumenischen Notfallseelsorge NÖ.


Etwaige Einsätze der Notfallseelsorge werden von einem Bereitschaftsteam koordiniert und erfolgen im Katastrophenfall über Alarmierung durch die Landeswarnzentrale des Landes NÖ in Tulln. In jedem Dekanat/jeder Region ist stellvertretend für alle Seelsorger jeweils ein Notfallseelsorger erreichbar.