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Bischof Schwarz weiht den Altar der Pfarrkirche Mank
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"Ein Ort der Stille mitten im Herzen der Stadt"

Am 4. Adventsonntag, dem 18. Dezember, konnte Bischof DDr. Klaus Küng den Altar in der neu renovierten Rosenkranzkapelle in der Domkirche St. Pölten weihen. Die Kapelle, die Mitte des 17. Jahrhunderts vom südlichen Seitenschiff des Domes abgemauert wurde, ist nun grundlegend renoviert worden und wird künftig für Wochentagsmessen, Abendmessen, Andachten und als Taufkapelle verwendet.
Die Predigt im Wortlaut Die Kapelle ist zu den Gottesdienstzeiten durch einen eigenen Eingang an der Südseite des Domes auch von außen zugängig. Die Restaurierung dauerte mit den notwendigen Voruntersuchungen und Entwurfsarbeiten sechs Jahre. Der Hauptteil der Arbeiten wurde in den vergangenen zwei Jahren geleistet. Die Dompfarre selbst hat die Renovierungsarbeiten durch eine Bausteinaktion unterstützt.
An der Weihe am 18. Dezember durch den Diözesanbischof nahmen auch Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, der St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Kuturreferent Dr. Tomas Karl, HR Dr. Peter König vom Bundesdenkmalamt, Diözesankonservator Dr. Johann Kronbichler und Baudirektor DI Wolfgang Pfoser teil.


Kapelle soll Stätte des Gebetes werden


Die neuerliche Verwendung der renovierten Rosenkranzkapelle als Gebets- und Gottesdienstraum und die Weihe des Altares seien ihrem Wesen nach adventliche Handlungen, die mit der Feier des vierten Adventsonntags im Einklang stehen, sagte Bischof DDr. Klaus Küng in der Predigt. Wenn diese Kapelle ihrer Bestimmung übergeben wird, steht dies im Zusammenhang mit dem Verlangen der Menschen nach dem Kommen des Herrn, nach einer echten Weihnacht, damit das Licht aufgehe in der Finsternis und die Menschen den Retter empfangen.
Die Kapelle sei damals durch das Verlangen der Rosenkranzbruderschaft und der Sebastiansbruderschaft entstanden, wies Bischof Küng hin. Sie stehe damit in der uralten Gebetstradition der Kirche, sich in den verschiedenen Nöten der Zeit an die Muttergottes zu wenden. Waren damals die Bewahrung von Krieg und Pest die großen Anliegen, bewegen die Menschen heute andere Nöte, sagte der Bischof. Oft seien es die Sorgen um die Familien, um Menschen, die ihren Weg nicht finden und auch die Sorgen wegen mancher Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche.
Die Kapelle sei nicht nur wegen ihres kulturellen Wertes renoviert worden, sondern soll vor allem wieder eine Stätte des Gebetes werden, ein Ort der Stille, "eine Art Schutzraum mitten im Herzen der Stadt und der Diözese", sagte Bischof Küng.


Die Predigt im Wortlaut