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"Ehe gibt es nur zwischen Mann und Frau"

Österreichs "Familien-Bischof" diskutierte mit Justizministerin Gastinger - Gleichgeschlechtliches Zusammenleben ist eine "Privatsache", die auf Kinder ausgerichtete Ehe zwischen Mann und Frau hingegen ist aus staatlichem Interesse zu fördern.
(Bericht Kathpress vom 16. Dezember 2005)Wien, 16.12.05 (KAP) Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus Küng hat sich gegen die Pläne von Justizministerin Karin Gastinger ausgesprochen, für gleichgeschlechtliche Paare eine "registrierte Partnerschaft" einzuführen. Wie Bischof Küng am Donnerstagabend bei einer Diskussion im Radio-Kulturhaus in Wien sagte, trete die Kirche klar gegen jede Diskriminierung auf, da jedem Menschen Würde, Achtung und Respekt zukomme. Die Ehe zwischen Mann und Frau sei aber - von den Voraussetzungen her - auf die Fortpflanzung, auf die Weitergabe des Lebens, ausgerichtet. Es sei deshalb nicht diskriminierend, zwischen homo- und heterosexuellen Paaren zu unterscheiden. Für den Staat sei es wichtig, einerseits die Privatsphäre zu achten, andererseits "zu fördern, was für seine Zukunft wichtig ist".


Die "große Frage in Europa" sei heute die demographische Frage und das Problem der Alterspyramide, unterstrich Bischof Küng. Für die Entwicklung der Zukunft scheine es daher klar, dass der Staat die Aufgabe hat, die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau zu fördern. Das bedeute nicht, dass homosexuell orientierte Personen deswegen nicht geachtet würden.


Gleichgeschlechtliche könnten in Österreich durchaus zusammenleben. Eine andere Frage sei, welchen Formen des Zusammenlebens der Staat eine "Förderung" und bestimmte staatliche Vorsorgen und Absicherungen zukommen lässt. Gleichgeschlechtliches Zusammenleben sei eine "Privatangelegenheit".


Gastinger: Kein "ehe-ähnliches" Modell


Justizministerin Karin Gastinger bezeichnete es als "unbestritten", dass für sie die "Ehe" zwischen Mann und Frau das zentrale Element sei. Unabhängig davon gelte es, bezüglich des Privatlebens und der Beziehungen von Menschen der Europäische Menschenrechtskonvention Rechnung zu tragen, wonach jegliche "Diskriminierung" wegen der geschlechtlichen Neigung auszuschließen sei. Ihre zentrale Aufgabe als Justizministerin sehe sie darin, Rahmenbedingungen für "alle Formen der Familie" zu schaffen. Dazu gehörten auch die sogenannten "Lebensgemeinschaften", die ebenfalls als Familie anzusehen seien.


Wie die Justizministerin sagte, wolle sie dafür sorgen, dass im Bereich der Lebensgemeinschaften jegliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen "ausgeschlossen" wird, die es derzeit in einigen Bereichen noch gebe. Darüber hinaus könne sie sich persönlich auch ein Modell einer "registrierten Partnerschaft" für gleichgeschlechtliche Beziehungen vorstellen. Dadurch sollte die Institution der Ehe in keiner Weise angegriffen oder geschwächt werden. Auch sollte die registrierte Partnerschaft kein "ehe-ähnliches" Modell werden. Sollte aber Österreich schon "reif" sein, ein Partnerschafts-Modell für Gleichgeschlechtliche anzubieten, wäre sie bereit, ein konkretes Modell vorzulegen, so Gastinger. Denn Homosexuelle, so Gastinger, würden bisher staatlicherseits kein Partnerschafts-Modell angeboten bekommen, das ihre Beziehung "verrechtlicht". Es sei aber durchaus ein staatliches Interesse, dass es stabile Beziehungen gibt mit einer gewissen Beistandspflicht.