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Die Liebe zu unseren Kindern ist unsterblich

Für 24 Stunden ging am zweiten Dezembersonntag als Zeichen der unsterblichen Liebe von Eltern zu ihren viel zu früh verstorbenen Kindern eine Welle des Lichtes durch die Welt. In St. Pölten fand sich im Rahmen dieses "Worldwide-Candle-Lightings" am Lilienhof eine Gruppe Betroffener ein und führte im Rahmen einer wunderschönen Gedenkfeier das Ritual des Entzündens eines Lichterherzes durch. Der Tod eines oft sehnsüchtig erwarteten Kindes vor, während oder kurz nach der Geburt stellt für die Eltern eine schmerzvolle Grenzerfahrung dar, die Betroffene oft komplett aus der Bahn wirft: "Meine Mitmenschen verstanden nicht, wie man um einen so kleinen Menschen so sehr trauern kann", erzählte eine betroffene Mutter. "Die starken Gefühle, die ich immer wieder empfand überwältigten mich und trieben mich in die Einsamkeit. Ich fühlte mich alleine mit meinem Schmerz und meinem Schicksal."


"Jeder Mensch hat eine eigene Art zu trauern", erläuterte Franz Hirsch, Krankenhausseelsorger in Krems und Psychotherapeut, der die Gedenkfeier leitete. Da die Strategien zur Krisenbewältigung von Mann und Frau für gewöhnlich sehr verschieden wären, führe der Tod des gemeinsamen Kindes oft zu Unverständnis und könne somit eine große Belastung für die Paarbeziehung bedeuten.


Begleiter auf dem Weg durch die Trauer finden sich in St. Pölten in der Selbsthilfegruppe Windrad.
"Betroffenen Eltern wird hier ermöglicht miteinander in Kontakt zu treten, über ihren Schmerz und ihre Trauer zu reden und zu spüren, dass sie nicht alleine mit ihrem Leid sind", erklärt Petra König, selbst betroffene Mutter und Leiterin der Initiative Windrad.


Elisabeth Klimka


Kontakt: Selbsthilfegruppe Windrad