Fronleichnamsprozession
Ministrantentag 2019
Bischof beim Minitag 2019
Pfarrfestsaison
Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Familien
 
 

Diakonenweihe - eine Freude für das Volk Gottes

"Es ist eine Freude für das Volk Gottes, wenn sich Männer so in den Dienst der Kirche stellen", sagte Bischof DDr. Klaus Küng bei der Diakonenweihe am Sonntag, dem 30. Oktober in der Stiftskirche Melk vor 2.000 mitfeiernden Gläubigen.
Predigt im Wortlaut Die 17 Männer werden als ständige Diakone in der Diözese tätig sein, sechs davon im hauptamtlichen kirchlichen Dienst und elf ehrenamtlich.
Diese Weihe sei gleichzeitig auch eine Gabe Gottes, die dem Volk zuteil wird, wies der Bischof in seiner Predigt hin. Denn der Diakon empfange diese Weihe nicht für sich selber, sondern dafür, sich in den Dienst der Kirche zu stellen. Sich weihen lassen bedeute, sich Gott schenken, sich in seinen Dienst und in den seines Volkes zu stellen. Die anwesenden Gläubigen in der übervollen Stiftskirche rief der Bischof auf, für die Weihekandidaten zu beten, damit diese Gottes Beistand empfangen.
An die neuen Diakone gewendet sagte der Bischof, dass es in ihrem Dienst nicht darum gehe, die eigenen Vorstellungen zu predigen, sondern das Evangelium Christi, wie es die Kirche darlegt, zu verkünden. Das brauche in der heutigen Zeit der Säkularisierung besondern Mut und Liebe zu Gott und den Menschen. Denn Christus sei Anlass, Grundlage und Ziel ihrer Tätigkeit als Diakone. Der Bischof rief die neuen Diakone auf, so zu leben, dass Christus durch ihr Leben hindurchleuchte.
Predigt im Wortlaut


Nach katholischem Kirchenrecht ist der Diakonat die erste Weihestufe, und die letzte Stufe für Priesteramtskandidaten vor ihrer Priesterweihe. Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Amt des ständigen Diakons wieder als eigenständiges Amt der Kirche erklärt. Ein Diakon darf Wortgottesdienste halten, die Kommunion austeilen, taufen, der Spendung des Ehesakramentes vorstehen und Begräbnisse leiten sowie andere seelsorgliche und liturgische Aufgaben übernehmen.
Die ersten Diakone werden in der Apostelgeschichte im neuen Testament erwähnt: Es sind Männer, die gewählt werden, um die Apostel von praktischen Arbeiten zu entlasten und ihnen so mehr Zeit für die Verkündigung zu geben. Dieser Dienst hat sich in der weiteren Geschichte als Durchgangsstufe zum Priesteramt entwickelt, ehe das zweite Vatikanische Konzil den Diakon wieder als ein eigenständiges Amt erklärt hat.