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Bischof Küng ruft auf zum Gebet für die Erneuerung der Kirche

Der 7. Dezember, an dem vor 40 Jahren die letzte Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils erfolgt sei, sei ein würdiger Gedenktag und ein Anlass zu beten, damit die Beschlüsse des Konzils weiter umgesetzt werden und die Erneuerung der Kirche weiter gehe. So Bischof DDr. Klaus Küng am Vorabend des 8. Dezember bei der Gedenkmesse in der Basilika Maria Dreieichen zum Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 40 Jahren. "Beten wir für unsere Diözese, für die Erneuerung, damit Wunden geheilt werden und Christus der Herr von allen Menschen erkannt wird", sagte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng.


Der Bischof wurde in Maria Dreieichen von Wallfahrtspfarrer P. Robert Bösner und Abt Mag. Christian Haidinger sowie Priestern des Dekanates und Vertretern der politschen Gemeinde vor der Basilika willkommen geheißen.
In seiner Predigt ging er dann auch auf die Entwicklung von Kirche und Gesellschaft seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein. Bereits nach dem Konzil wurde ein neuer Aufbruch erwartet, sagte er. Doch die Situation sei in den vergangenen Jahren für Gesellschaft und Kirche schwieriger geworden. So fehle es in Europa am Priesternachwuchs, viele Menschen haben die Kirche verlassen und der Kirchenbesuch sei dramatisch gesunken. Manche meinen, die Umsetzung des Konzils sei auf halbem Weg stecken geblieben und wieder andere glauben, die Reformen des Konzils seien von vorneherein ein Unglück gewesen. Viele Menschen seien aufgrund ihres Wohlstandes in der Spaß- uind Erlebnisgesellschaft der Ansicht, es gehe heute alles auch ohne Gott und ohne Kirche. Dies sei aber ein großer Irrtum, wies Bischof Küng hin. Die Probleme werden noch größer, wenn Gott und Glaube verlassen werden.


Diesem Trend der heutigen Gesellschaft hielt der Bischof entgegen, dass es in der Kirche eine neuer Entwicklung gebe, die aufhorchen lassen. Besonders im Heiligen Jahr 2000 und bei den Weltjugendtreffen mit Millionen jugendlicher Teilnehmer sei dies deutlich geworden. "Da wächst eine neue Generation von Glaubenden heran, die eine Provokation für die Kirche sein wird", sagte der Bischof. Diese Jugendlichen streben ein konsequentes Christentum an, das Bußsakrament werde wieder gesucht und, es sei ein Trend zur Eucharistischen Anbetung festzustellen und eine herzliche Liebe zu Maria. Dies seien neue Zellen von Gläubigen, die überall entstehen, wies Bischof Küng hin.
Wichtig für die Gegenwart und Zukunft sei aber, dass nicht nur Bischöfe und Priester, sondern alle Getauften an der Sendung der Kirche teilnehmen müssen, meinte Bischof Küng mit Berufung auf das Zweite Vatikanische Konzil. Gerade in einer säkularen Gesellschaft sei es wichtig, dass Christus in den Herzen lebendig sei. Dies habe das Konzil erkannt und festgelegt, und dies sei auch das Geheimnis der Fruchtbarkeit der Kirche heue und in Zukunft betonte der Bischof.