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Begrüßung zur ökumenischen Feier bei der EU-Familienkonferenz 2006

1. Februar 2006, Deutschordenskirche, Wien Die Begrüßung von Bischof DDr. Klaus Küng im Wortlaut: Sehr geehrter Herr Superintendent Weiland,
sehr geehrter Herr Diakon Elkharat,
sehr geehrte Damen und Herren!


In den letzten Jahren ist die Bedeutung der demographischen Frage für die zukünftige Entwicklung Europas zunehmend klarer erkannt worden. Inzwischen ist bewusst, dass aktives Handeln auf nationaler und europäischer Ebene dringend erforderlich ist.


Die Europäische Kommission hat im März 2005 wichtige Themenbereiche vorgestellt, die damit im Zusammenhang stehen. Im Juli beschäftigte sich eine hochrangige Expertenkonferenz mit der demographischen Entwicklung in Europa. Das führte dazu, dass sich die Staats- und Regierungschefs im Oktober des vergangenen Jahres ebenfalls mit dieser Frage beschäftigten. Alle Beteiligten haben betont, dass der Familie eine Schlüsselrolle für die Zukunft und gerade auch für die Solidarität zwischen den Generationen zukommt.


So entspricht es einem großen Anliegen, wenn im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft eine Expertenkonferenz veranstaltet wird mit dem Thema: "Demographische Herausforderung - Familie braucht Partnerschaft."


Ich habe Sie am Vorabend dieser wichtigen Konferenz zu einer ökumenischen Feier eingeladen, weil ich davon überzeugt bin, dass dem christlichen Glauben bei der Lösung der anstehenden Probleme eine große Bedeutung zukommt. Zudem ist zu bedenken: Es gibt eine Reihe von Themen - dazu gehört das Thema Familie - die so grundlegend sind, dass alle, die an Christus glauben, möglichst gemeinsam auftreten und mit einer Stimme sprechen sollten, um zu erreichen, dass bei der Setzung gesellschaftspolitischer Maßnahmen zum Wohle der Menschen, die mit diesem Thema verbundenen Werte beachtet werden. Deshalb habe ich Vertreter anderer christlicher Kirchen und Glaubensgemeinschaften angefragt, ob sie bereit wären, bei dieser ökumenischen Feier mitzuwirken, und ich freue mich, dass ich Herrn Superintendent Weiland von der Evangelischen Kirche und Herrn Diakon Elkharat von der koptischen Kirche unter uns begrüßen darf. Ich freue mich auch, dass Sie alle der Einladung zu dieser Feier gefolgt sind, obwohl die Einladung aufgrund eines kleinen Missverständnisses relativ spät an Sie ergangen ist. Um die anstehenden Probleme so zu lösen, dass eine gesunde Entwicklung der Gesellschaft eingeleitet wird, ist die Beachtung der Schöpfungsordnung nötig. Ihr gilt das Wort des Psalms, der uns nun in deutscher, englischer und französischer Sprache vorgetragen wird.