Fronleichnamsprozession
Fest der Familie
Lange Nacht der Kirchen
 
 

30 Jahre Hauskrankenpflege in St. Pölten

Die älteste Sozialstation der Caritas der Diözese St. Pölten feiert ihr 30jähriges Bestehen. Was mit Nachbarschaftshilfe für alte Menschen und einer hauptamtlichen Mitarbeiterin 1978 begann, ist heute eine diözesane Sozialeinrichtung für Hauskrankenpflege, Heimhilfe und Familienbetreuung, bei der 600 Dienstnehmer jährlich 3.000 Patienten betreuen und über 430.000 Einsatzstunden leisten. Zum Jubiläum feierten Dompfarrer Norbert Burmettler und Caritas-Direktor Mag. Friedrich Schuhböck eine Festmesse im Dom zu St. Pölten und segneten die Fahrzeugflotte des mobilen Einsatzdienstes.

Der caritative Dienst der Kirche sei "in konzentrischen Kreisen" aufgebaut, erklärte Caritas-Direktor Schuhböck in seiner Predigt beim Festgottesdienst. Den innersten Kreis bildeten alle Christen, die in der Nachfolge Jesu zur Nächstenliebe berufen seien. Danach komme der Kreis der Pfarrcaritas vor Ort, so Schuhböck: "Es bedarf in jeder Pfarre wachsamer Augen und Ohren, damit verstecktes Leid aufgedeckt werden kann." Armut sei oft "eine verschämte, zurückgezogene in sich hineinweinende". Den äußeren Kreis schließlich bilde die diözesane Caritasorganisation, erläuterte Schuhböck: "Unsere Schwerpunkte sind dabei die Hauskrankenpflege, die Betreuung von Menschen mit verschiedenen Behinderungen - physisch, geistig und psychisch - und der mobile Hospizdienst."

"Die Pionierzeiten sind vorbei", sagte Walter Reiterlehner, Bereichsleiter der Sozialstationen der Caritas der Diözese St. Pölten. "Wir beginnen uns eben auf die Herausforderungen der künftigen Bevölkerungsentwicklung einzustellen." Die Anzahl der Hochbetagten (über 85 Jahre) wird sich verdreifachen, der Anteil an Demenzkranken nimmt ständig zu. "Gleichzeitig wird das Netz traditioneller familiärer Ressourcen schwächer", weiß Reiterlehner. So sind im Laufe der Jahre aus der ersten Sozialstation in St. Pölten bereits drei geworden, mit Filialen in Pottenbrunn und Spratzern. Allein in der Landeshauptstadt leisten mittlerweile 49 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich 41.000 Einsatzstunden bei 250 Patienten im Jahr. In der ganzen Diözese gibt es 31 Sozialstationen, die die Dienste von "Betreuen und Pflegen zu Hause" oreganisieren und koordinieren.

4,4 Millionen km im Dienst der Nächstenliebe

Die ARGE St. Pölten, die für die Caritas Spenden organisiert und kontrolliert, konnte der Sozialstation St. Pölten zum Jubiläum ein neues Fahrzeug übergeben. Insgesamt sind 550 Autos, davon 270 Dienstfahrzeuge der mobilen Caritas-Dienste in der ganzen Diözese unterwegs, die jährlich 4,4 Millionen km im Dienste der Nächstenliebe zurücklegen. Die Kosten für die steigenden Treibstoffpreise bleiben bei der Caritas hängen: "Was die Patienten zahlen, sind vom Land vorgegebene fixe Tarife", erklärt Reiterlehner. "Auch die Unterstützung vom Land ist gedeckelt. So müssen wir die Preissteigerungen aus eigener Tasche zahlen."

Foto: LA Dr. Martin Michalitsch, Caritas-Direktor Mag. Friedrich Schuhböck, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Dompfarrer Norbert Burmettler (von links) und Walter Reiterlehner (ganz rechts) mit Einsatzleiterinnen der Sozialstation St. Pölten

Zentrale Leitung, Information und Koordination:
"Betreuen und Pflegen zu Hause"
Hasnerstraße 4, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/844-602, Fax: -180
E-Mail:
Caritas St. Pölten