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Petrus Stockinger neuer Propst des Stiftes Herzogenburg

Propst Petrus Stockinger

Konvent wählt Mitbruder zu neuem Vorstand

Herzogenburg, 09.04.2019 (dsp/kb) Das Kapitel des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg hat am 9. April 2019 unter der Leitung von Generalabt Johann Holzinger den bisherigen Stiftsdechant und Kaplan  von Herzogenburg, MMag. H. Petrus Stockinger, zum Propst des Stiftes gewählt.

Er tritt damit ab sofort die Nachfolge von Maximilian Fürnsinn an, der das Haus 40 Jahre lang geleitet hatte und der aus Altersgründen einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Petrus Stockinger wurde 1982 in Ried im Innkreis in Oberösterreich geboren. Er wurde im Jahr 2000 in das Chorherrenstift Reichersberg aufgenommen und ist 2005 in das Stift Herzogenburg übergetreten. Er hat in Salzburg und St. Pölten Theologie und Religionspädagogik studiert und hat 2006 die Ewige Profess abgelegt. 2009 hat er durch den Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser, das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Seither war er als Kaplan in der Stadtpfarre Herzogenburg tätig. Propst Petrus bekleidete viele stiftsinterne Ämter, unter anderem leitete er den Tourismusbereich. Seit Frühjahr 2017 hatte er das Amt des Stiftsdechants, des Stellvertreter des Propstes, inne. Nun wurde er für eine Amtszeit von 10 Jahren zum 69. Propst seit der Gründung des Stiftes Herzogenburg im Jahr 1112 gewählt. Der Termin für das feierliche Hochamt, in dem der neue Propst die Benediktion empfängt, wird so bald wie möglich bekannt gegeben.

Ära Fürnsinn

Abt Maximilian Fürnsinn war mit 40 Jahren der längstdienende Propst in der 900-jährigen Geschichte des Stiftes und zugleich der längstdienende Abt Österreichs. 27 Jahre war er Vorsitzender der Niederösterreichischen Äbtekonferenz und 15 Jahre lang - von 1998 bis 2013 - Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Männerorden in Österreich. Unter Fürnsinns Leitung wurden in Herzogenburg viele kulturelle Akzente gesetzt, wie Gesprächsforen, die Neugestaltung des Tourismusbereiches oder auch die Kindersommerspiele "NÖKISS", zu denen jährlich über 15.000 junge Besucher nach Herzogenburg kommen.

Seinen Rückzug begründete Fürnsinn in einem kürzlich erschienenen Gespräch mit der NÖN mit den "großen Aufgaben", die schon in den vergangenen Jahren angestanden seien. "Wir haben junge, altersmäßig gut aufgestellte Männer, auf die eine Menge Arbeit wartet", so der scheidende Propst. Er selbst sei bereits von den Privaträumen der Prälatur in einen anderen Raum des Stiftes umgezogen, um eine Renovierung der Amtsräume zu ermöglichen. Im nächsten Jahr stehe sein 80. Geburtstag an; er wolle den Dienst bis dahin noch "gut übergeben".

Fürnsinn wurde am 5. Mai 1940 in Herzogenburg geboren. Er entstammt einer Fleischhauerfamilie und absolvierte nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule im Ort eine Fleischerlehre, obwohl er schon immer Priester werden wollte. Nach der Matura in Horn trat er in das Stift Herzogenburg ein und begann 1966 ein Philosophie- und Theologiestudium an der Ordenshochschule in Klosterneuburg und Wien. Nach der Priesterweihe 1972 war er zunächst als Kaplan in Herzogenburg tätig, wurde dann am 18. April 1979 zum 68. Propst des Stiftes Herzogenburg gewählt und am 2. Juni desselben Jahres zum Propst geweiht.

Klösterreiche Diözese St. Pölten

Mit acht Stiften ist im Vergleich die Diözese St. Pölten eine „klösterreiche“ Diözese. Das Stift Herzogenburg ist das einzige Augustiner-Chorherren Stift der Diözese St. Pölten. Ursprünglich im kleinen Ort St. Georgen an der Traisen bei Traismauer errichten, übersiedelte das Stift nach einer Landschenkung im 13. Jahrhundert nach Herzogenburg, wo es bis heute Bestand hat. Die Herren und Pröpste des Stiftes prägten das spirituelle und kulturelle Leben unserer Diözese über Jahrhunderte maßgeblich. Auch in der pfarrlichen Seelsorge bestand und besteht ein wichtiges Miteinander mit der Diözese St. Pölten: Aktuell werden 13 Pfarren (sowohl inkorporierte als auch diözesane) von Herren des Stiftes Herzogenburg priesterlich betreut und geführt.