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„Passio“ im Diözesanmuseum eröffnet

Fotos: Diözese Sankt Pölten

Sankt Pölten, 08.04.2019 (dsp/jh) Hocherfreut begrüßte Museumsdirektor Dr. Wolfgang Huber die zahlreich erschienenen Gäste, insbesondere Stadtrat MMag. Markus Krempl-Spörk (ÖVP), den Leiter der Abteilung Kulturangelegenheiten der Stadt Sankt Pölten Dr. Thomas Karl, Landtagsabgeordneten Dr. Martin Michalitsch, sowie Bezirkshauptmann Mag. Josef Kronister und den Leiter des Bauamtes der Diözese Sankt Pölten, DI Philipp Orange. Auch der Direktor des Brünner Diözesanmuseums ist extra zur Ausstellungseröffnung angereist und wurde herzlich begrüßt.

Überleitend meinte Diözesanmuseumsdirektor Huber: „Wir sind jetzt in der Fastenzeit und deshalb passt die Ausstellung Passio besonders gut.“ Die Leidensgeschichte Jesu selber rücke zwar in der christlichen Verkündigung erst ab Mitte des 4. Jahrhunderts in den Vordergrund. Davor seien Auferstehung und der Sieg über den Tod mehr im Vordergrund gestanden.

Besonders einzigartig an der Ausstellung sei die Zusammenführung von historischer Kunst und zeitgenössischen Formulierungen. „Obwohl die Kunstobjekte sich in ihrer Aussage recht ähnlich sind, wird in der Deutung oft mehr Unterschied hineininterpretiert, als tatsächlich vorhanden sind“, so Huber.

Nach der Begrüßung aller Kunstinteressierten und Gäste meinte Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz: „Eine Ausstellung mit dem Titel Passio zu eröffnen ist sehr gewagt, weil es so viele Leidensszenen gibt. Die Passion Christi war kein heiliges Spiel, sondern ein ganz konkretes Geschehen mit sehr viel Spott. Ein Spotspruch am Kreuz über seinem Haupt, Verbrecher neben ihm, Hohepriester, Schriftgelehrte und die Ältesten verhöhnten und beschimpften ihn.“

Wo immer in der Ausstellung hingeschaut werde, es gehe immer um den, der sagt: „Ich bin da.“ „Weil Jesus von Nazareth gelitten hat, begraben wurde und auferstanden ist, sind wir jetzt hier.“ Das Gold der Ausstellungsstücke stehe für den Horizont des Wirklichkeit gewordenen Osterlichtes. Denn wir wissen, er hat den Tod überlebt, der „ich bin da“, so Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz.

Bemerkenswerte Ausstellungsstücke

Die Passionsthemen werden an Hand zahlreicher, vom 14. bis ins 21. Jahrhundert stammender Objekte vorgestellt. Mittels eines durch die Museumsräume führenden Leitfadens werden die diesbezüglichen bemerkenswerten Museumsbestände aus der ständigen Ausstellung und des Depots präsentiert. Mit einem Heiligen Grab und Fastenkrippen werden auch Objekte des stark auf die Volksfrömmigkeit wirkenden kirchlichen Brauchtums in die Ausstellung einbezogen.

Für das spätere Mittelalter ist eine äußerst bemerkenswerte lebensgroße Tonplastik des Schmerzensmannes, eine Zusammenfassung der Leiden schlechthin, ausgestellt.

Zeitgenössische Kunst

Zeitgenössische Formulierungen von Passionsthemen stammen von Edith Mostböck-Huber, Oskar Höfinger, Ildikó Koller, Sieghard Pohl und Karel Rechlík. Die meist auf das Wesentliche reduzierten Motive werden figurativ-gegenständlich oder abstrahiert, also gegenständlich nicht näher definiert, vorgetragen. Formale Struktur und BedeutungsgehaIt gehen eine Symbiose ein, um dem Leiden Christi Evidenz und Gültigkeit zu verschaffen sowie den in der Anschauung sich offenbarenden Sinn bewusst zu machen.

Im wieder eingerichteten Paramentenraum werden Pretiosen der Textilsammlung sowie ein auf die Leidensthematik bezogener, mit Passionsmotiven ausgestatteter Trauerornat aus dem Sankt Pöltner Domschatz ausgestellt.

Weitere Informationen: www.dz-museum.at

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Titelfoto: von links nach rechts: Stadtrat MMag. Markus Krempl-Spörk (ÖVP), Dr. Thomas Karl, Dr. Wolfgang Huber, Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz, LAbg. Dr. Martin Michalitsch, BH Mag. Josef Kronister, DI Philipp Orange
Fotos: Diözese Sankt Pölten