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Mesnerfortbildung: Weihbischof überreicht Zertifikate

Fotos: Diözese Sankt Pölten

Sankt Pölten, 12.04.2019 (dsp/jh) In der Diözese Sankt Pölten leisten gut 700 Mesnerinnen und Mesner Dienst. Knapp 30 von ihnen absolvierten diese Woche an der Mesnerschule in Sankt Pölten eine Weiterbildung. Den erfolgreichen Absolventen überreichte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried am Mittwoch die Zertifikatsurkunden.

„Die Mesner-Gemeinschaft der Diözese Sankt Pölten zählt gut 700 Mesner, damit haben wir praktisch kaum Nachwuchsprobleme“, so Richard Wöginger, Diözesanleiter der Mesnergemeinschaft und selbst hauptberuflich Mesner in der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl. Um den Dienst der vielen ehrenamtlichen Mesnerinnen und Mesner zu verbessern, findet alle zwei Jahre der mehrtägige Kurs der diözesenübergreifenden Mesnerschule im Hiphaus in Sankt Pölten statt. Der nächste Kurs findet voraussichtlich im Jahr 2021 statt. Heuer bekamen Teilnehmer aus den Erzdiözesen Salzburg und Wien, sowie aus den Diözesen Linz, Graz und Sankt Pölten umfangreiches Hintergrundwissen vermittelt.

Manche Schulungsteilnehmer sind Quereinsteiger, andere arbeiten seit vielen Jahren mit. Die jüngste Messnerin auf dem Gebiet der Diözese Sankt Pölten ist 17 Jahre alt, die älteste Mesnerin, Frau Franner aus der Josefspfarre Sankt Pölten ist als 94-jährige eine der längst dienenden. Der Altersschnitt der Mesner liegt derzeit bei 60 Jahren. Immer mehr angehende Rentner meinen: „Jetzt in der Pension setze ich meine Erfahrung gerne für den Glauben ein, weil ich nun Zeit dafür habe.“

Vielen Mesnern ist der Erhalt der Paramente, Priestergewänder und der liturgischen Geräte ein großes Anliegen, das kam bei der Schulung zum Ausdruck. Das Bewusstsein um die richtige Lagerung von Messgewändern ist gewachsen. Dabei spielen die richtigen Falttechniken und Falthilfsmittel, die liegende Aufbewahrung in Schubladen, statt auf Kleiderbügeln und speziell angefertigte Schränke eine große Rolle. Mesnerinnen und Mesner fühlen sich oft auch für das Kirchengebäude verantwortlich und kümmern sich entsprechend einsatzbereit um Reinigung und Instandhaltung.

Geleitet wurde der Mesnerkurs, der auch in anderen Bundesländern und in Süd-Tirol angeboten wird, von „Mesner-Meister“ Martin Salzmann aus Rankweil in Vorarlberg. Er gab den Kursteilnehmern viele praktische Hinweise. Auch Fragen tauchten auf wie: „Dürfen Hunde in die Kirche?“ und „Auf was muss bei der Umrüstung der Kirchenbeleuchtung auf LED-Birnen beachtet werden?“

Der Kurs bietet auch theologische Grundlagen wie Einführungen ins Kirchenjahr oder die zusätzliche Arbeit bei Hochfesten. Natürlich habe sich der Dienst verändert, so Salzmann. „War es früher notwendig, Kohlen zu schaufeln, um die Kirche zu beheizen, so müssten Mesner heute ein Grundwissen um Heizung, Beleuchtung und Lautsprechertechnik haben“. Neben dem liturgischen Dienst und dem technischen Wissen würden sich so manch weitere Aufgaben ergeben, etwa die Schulung von Ministranten oder das Vorbeten bei Andachten. Überhaupt sei Mesner „eine sehr schöne Aufgabe, weil sie die Kirche in aller Herrgottsfrüh als erste betreten, wenn die ersten Sonnenstrahlen den prachtvollen Kirchenraum durch die farbigen Fenster stimmungsvoll gestalten“.

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Weitere Informationen: http://www.mesner.at/at/home

Fotos: Diözese Sankt Pölten