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Glockenweihe: Neues Quartettgeläut im Priesterseminar

Bischof Alois Schwarz weiht die Hippolytglocke (Foto: Rupprecht/Kathbild)

St. Pölten, 2.4.2019 (dsp/kb). Im Priesterseminar der Diözesen Eisenstadt, St. Pölten und Wien erklingen nach 70 Jahren wieder Kirchenglocken: Im Rahmen einer Eucharistiefeier wurde am Samstag vor dem 3. Fastensonntag das neue Geläut der Seminarskirche unter Beisein der drei zuständigen Diözesanbischöfe Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Alois Schwarz und Bischof Ägidius Zsifkovics sowie gut 300 Gästen gesegnet und die vier Glocken zum Erklingen gebracht.<--break->

Hippolytglocke läutet für die Diözese St. Pölten

Das Projekt wurde unter dem Regens des Priesterseminars Dr. Richard Tatzreiter initiiert und von den Diözesen sowie zahlreichen Spendern realisiert. Benannt sind die Glocken nach den Heiligen Stephanus, Hippolyt und Martinus und damit nach den jeweiligen Patronen der drei Diözesen. Die vierte Glocke ist der Muttergottes vom Loskauf der Gefangenen geweiht und steht stellvertretend für die Kirche des Priesterseminars. In den letzten Wochen konnten Interessierte, Anrainer, Freunde und Förderer sowie zahlreiche Schulklassen die Glocken im Innenhof des Priesterseminars besichtigen und zum Klingen bringen. Anfang April wurden die Glocken mithilfe eines Baustellenkrans in die neu sanierten Türme gehoben und montiert. Am 2. April fand im Zuge der Abendliturgie um 18.00 Uhr das erste Geläut statt.

„Glockengeläut schafft Heimat“

Bischof Alois Schwarz hob die Initiative des Regens hervor und betonte im Zuge der Segnung „Nichts klingt so nach Heimat wie vertrautes Glockenläuten“. Diese „sinnliche Beheimatung“ ist nun auch im Priesterseminar und seiner Nachbarschaft wieder erlebbar.

Die Hippolytglocke

Die Glocke, die für die Diözese St. Pölten erklingt, ist die drittgrößte Glocke des Vierergeläuts, und 543kg schwer. Die Glocke ziert ein Relief des Heiligen Hippolyt, in seinem Schild zeigt er das Wappen der Diözese St. Pölten. Sie wurde in der Tonart As1 gegossen und gestimmt, hat einen Durchmesser von 95,5cm und trägt die Inschrift: Ich rufe zu Gott für die Diözese St. Pölten und um Hoffnung und Frieden in Kirche und Welt. Heiliger Hippolyt bitte für uns.

Das Priesterseminar

In der Kirche des Priesterseminars in der Boltzmanngasse im 9. Wiener Gemeindebezirk, in dem sich Seminaristen aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland auf das Priesteramt vorbereiten, waren seit dem 2. Weltkrieg die beiden Türme der Seminarkirche leer. Das vormalige Geläut fiel den Kriegswirren zum Opfer und wurde eingeschmolzen. Im Zuge der Sanierung des Seminar-Gebäudes, das auf fast 300 Jahre Geschichte zurückblicken kann, hat der Regens Richard Tatzreiter die Initiative zur Anschaffung neuer Glocken ergriffen. Dieses Vorhaben wurde gemeinsam mit einer Glockengießerei in Innsbruck, den jeweiligen Diözesen und dank der großen Unterstützung vieler Spender realisiert.

Fotos: Rupprecht / Kathbild