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Umweltbischof Schwarz: Kirche wegweisend für nachhaltige Entwicklung

Umweltbischof Schwarz erfreut über Divestment-Entscheidung

Sankt Pölten/Wien, 28.03.2019 (dsp/KAP) Die katholische Kirche in Österreich zieht sich mit ihren Vermögen aus allen Unternehmen zurück, die fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Erdgas fördern oder produzieren.

Das hat die Österreichische Bischofskonferenz am Freitag in einer Erklärung zum Abschluss ihrer dieswöchigen Frühjahrsvollversammlung in Reichenau an der Rax bekannt gegeben. „Kirche ist hier wegweisend für nachhaltige Entwicklung und auch für private Anleger eine Orientierung. Banken und Familienunternehmen sind dankbar für diese sehr differenzierten Kriterien einer Analyse“, unterstreicht Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz. Daher habe die Bischofskonferenz jetzt beschlossen, die Devestition-Erklärung im Rahmen des "Global Catholic Climate Movement" (GCCM) zu unterzeichnen und die ethischen Veranlagungsrichtlinien entsprechend anpassen. GCCM ist ein 2015 gegründeter Zusammenschluss verschiedenster katholischer Umweltgruppen aus allen Teilen der Welt.

Zusätzlich zum bereits bestehenden Ausschluss von Kohleförderung und Fracking in allen Vermögensklassen bedeute das konkret, dass die Kirche in den kommenden fünf Jahren mit ihren Geldveranlagungen aus allen Unternehmen aussteigt, die fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas) fördern oder produzieren.

Dieser Vollausstieg gelte für alle Diözesen, die Österreichische Bischofskonferenz und alle ihre Einrichtungen. Um die Anwendung und Interpretation der jetzt verschärften ethischen Veranlagungsrichtlinien zu sichern, wird zudem als neues Instrument eine Ständige Kommission eingerichtet, kündigten die Bischöfe an.

Umweltverantwortliche begrüßen Schritt

Die Koordinierungsstelle für internationale Entwicklung und Mission (KOO) und die Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs haben am Freitag die Entscheidung der Österreichischen Bischofskonferenz begrüßt, das kirchliche Vermögen aus jenen Unternehmen abzuziehen, die fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas fördern bzw. produzieren. Damit sei die Österreichische Bischofskonferenz nach Belgien und Irland die dritte Bischofskonferenz weltweit, welche ihre Devestition öffentlich erklärt.

Die Bischofskonferenz habe sich damit einer Bewegung von mehr als 1.000 Institutionen angeschlossen und sei „konsequent dem Wissen gefolgt, dass das Verbrennen aller vorhandenen fossilen Energieträger zu unvorstellbaren Katastrophen führen wird“, so Anja Appel, Geschäftsführerin der KOO, in einer Aussendung. Mittlerweile erklärten weltweit schon 1.032 Institutionen ihre Devestition - davon sind 28 Prozent Kirchen und Glaubensgemeinschaften.