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Waldviertler Betriebsseelsorger kritisiert neues Arbeitszeitgesetz

Betriebsseelsorger Karl Immervoll

Heidenreichstein, 23.06.2018 (dsp) Auch die Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel in der Diözese St. Pölten hat sich deutlich gegen das neue Arbeitszeitgesetz ausgesprochen. "Niemand kann behaupten, dass zwölf Stunden Arbeit gesund sind", so Betriebesseelsorger Karl Immervoll und Papst Leo-Preisträger. Die Folgeschäden trage neben den Betroffenen auch die ganze Gesellschaft. Die entstehenden Gesundheitskosten seien enorm.

Bei einer Arbeit länger als acht Stunden sinke die Konzentrationsfähigkeit und es stiegen Fehlerrisiko und Verletzungsgefahr. Für die erforderliche Erholung und Regeneration reiche die verbleibende Freizeit dann bei weitem nicht.

Immervoll: "Das menschliche Leben besteht nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus Familienleben und Freundeskreis, aus Freizeit und Muße, und aus Erholung und Schlaf.  Zwölf Stunden Arbeit bedeutet daher einen massiven Eingriff ins Leben." Die Umsetzung dieses Vorhabens seitens der Regierung ohne Diskussionsmöglichkeit sei "rücksichtslos und demokratiefeindlich".

Zudem bestehe kein Bedarf für Eile, denn das Gesetz solle erst mit Anfang 2019 in Kraft treten. Deshalb sei noch genug Zeit, "um darüber nachzudenken und gemeinsam mit den Sozialpartnern zu verhandeln".