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UN-Menschenrechtler: Seitenstettner Bildungshaus St. Benedikt steht für Horizonterweiterung

Foto: Bildungshaus-Direktor Johannes Deinhofer, Peter Haberfehlner (Obmann des Bildungshaus-Freundeskreises), Abt Petrus Pilsinger, Seitenstettner Bürgermeister Johann Spreitzer, Katholische Frauenbewegung-Vorsitzende Anna Rosenberger, Eva Maderthaner (Bildungshaus-Wirtschaftsleiterin), Nationalratsabgeordneter Alois Rosenberger, Bildungshaus-Direktorin Lucia Deinhofer, Bezirkshauptmann-Stv. Markus Peham, Referent Martin Nesirky, Johann Wimmer (Direktor der Pastoralen Dienste), Weihbischof Anton Leichtfried

Seitenstetten, 09.10.2018 (dsp) 70 Jahre ist es her, seit die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" verabschiedet wurde. Wie schwer es diese Deklaration bis heute in ihrer Anwendung in der internationalen Politik hat, zeigen die täglichen Nachrichten. Der Direktor des UN-Informationsdienstes in Wien, Martin Nesirky, war aus diesem Grund Referent beim 25-Jahr-Jubiläum des Seitenstettner Bildungshauses St. Benedikt und berichtete über die Arbeit der Vereinten Nationen im Bereich Menschenrechte.

 
Die Bildunghaus-Direktoren Lucia und Johannes Deinhofer formulierten den bleibenden Auftrag für St. Benedikt: „Dass sich die Menschen ihrer Würde, Talente bewusst werden. Dass sie über Gesellschaft und Gott nachdenken – und das in einem einladenden Ort.“ Sie freuten sich über viele Gäste: Weihbischof Anton Leichtfried, Abt Petrus Pilsinger, Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, Nationalrat Alois Rosenberger und viele Freunde und Mitarbeiter/innen des Bildungshauses.
 
Weihbischof Anton Leichtfried, der auch zuständig ist für das Thema Bildung in der Diözese St. Pölten, verweist auf die besondere Atmosphäre des Hauses. Bislang sei Großes und Schönes gelungen: durch das Leitungsehepaar Deinhofer und deren Vorgänger sowie durch die Mitarbeiter/innen und durch Mithilfe des Benediktinerstiftes Seitenstetten. Leichtfried würdigte die Verbundenheit, Verwurzelung und Vernetzung des Hauses mit der Region. Der Bildungsauftrag habe sich massiv verändert, Bildung sei durch die Digitalisierung heute leicht und in Sekundenschnelle verfügbar. Es gehe darum, dass beim Glauben das Wissen nicht steckenbleibe, sondern mehr erfahrbar werde und das in Gemeinschaft. Das Bildungszentrum solle für 3 Themen stehen: Bodenständigkeit, Tiefgang und Horizonterweiterung.
 
Die früheren Bildungshaus-Leiter Veronika und Erich Ortner erzählen gemeinsam mit dem Seitenstettner Altabt Berthold Heigl, wie es zur Gründung des Hauses kam und wie es klein begann. Von Jahr zu Jahr habe man versucht, die Qualität zu erhöhen. Von St. Benedikt könne man Werte und Impulse für den Alltag mitnehmen.
 
Die Veranstaltung stand auch im Zeichen des Rechts auf Bildung. Das Haus stehe seines Wissens nach seit 25 Jahren für Horizonterweiterung, so Martin Nesirky. Über allem stehe: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“
 
Die allgemeinen Menschenrechte wurden vor 70 Jahren proklamiert. Diese seien so wichtig wie eh und jetzt. In der Vergangenheit und jetzt wurden und werden die Menschenrechte verletzt. Die Verletzung geschehe auch jetzt in der Nähe, ohne die UNO wäre es aber viel schlimmer, der Einsatz der Vereinten Nationen hätte viele Leben gerettet. Es sei aber auch eine Zeit großer Möglichkeiten. Dazu müssten die 193 Mitgliedsstaaten auch bereit sein, zu zahlen.
 
Eines der vorrangigen Ziele sei es, die Armut zu überwinden. Derzeit gäbe es enorme Einkommensüberschiede in der Welt, gerade Frauen würden darunter leiden, sich kein menschenwürdiges Leben leisten zu können. Verfügbarkeit, Angemessenheit und Zugang zu Nahrungsmittel seien zentral, viele Kinder und Menschen mit Behinderung würden darunter leiden. 2 Milliarden Menschen seien unternährt, 90 Prozent davon chronisch, nur 10 Prozent durch Krisen. Davon seien wiederum meist Frauen und Mädchen sowie Menschen im ländlichen Gebiet betroffen.
 
Hochwertige Bildung und Geschlechtergerechtigkeit müssten forciert werden. Bildung sei mehr als Lesen und Schreiben, Bildung könne den Kreislauf der Menschenrechtsverletzungen durchbrechen: durch Meinungsfreiheit oder Zugang zu Informationen. 800 Millionen wären aber noch immer Analphabeten, davon ein Gutteil Frauen und Mädchen.
 
Bildungszentrum St. Benedikt 1993 eröffnet
 
„Das Bildungszentrum St. Benedikt wurde 1993 als eine Einrichtung der Diözese St. Pölten für die Erwachsenenbildung im westlichen Mostviertel errichtet“, berichten die Leiter Lucia und Johannes Deinhofer. Die Tätigkeit des Bildungszentrums beruht auf zwei Bereichen: den Eigenkursen und dem Gastkursbetrieb. 400 Eigenveranstaltungen organisiert das Haus jährlich. Ständig steigen die Veranstaltungs-Gäste, es sind rund 18.000 jährlich. Dafür stehen der Festsaal, 6 Seminarräume, 27 Zimmer, Küche und Speisesaal zur Verfügung. 19 Angestellte hat das Haus, sie ermöglichen jährlich 6000 Nächtigungen mit Vollpension. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Bildungsprogramms sind Religion und Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbegleitung, Gesellschaftspolitik und Nachhaltigkeit, Kultur, Kreativität und Ausstellungen.
 
Foto: Bildungshaus-Direktor Johannes Deinhofer, Peter Haberfehlner (Obmann des Bildungshaus-Freundeskreises), Abt Petrus Pilsinger, Seitenstettner Bürgermeister Johann Spreitzer, Katholische Frauenbewegung-Vorsitzende Anna Rosenberger, Eva Maderthaner (Bildungshaus-Wirtschaftsleiterin), Nationalratsabgeordneter Alois Rosenberger, Bildungshaus-Direktorin Lucia Deinhofer, Bezirkshauptmann-Stv. Markus Peham, Referent Martin Nesirky, Johann Wimmer (Direktor der Pastoralen Dienste), Weihbischof Anton Leichtfried, Arbeitsgemeinschaft Bildungshäuser-Vorsitzender Günter Lengauer und ARGE-Geschäftsführerin Gaby Filzmoser, Veronika Ortner (langjährige Bildungshaus-Leiterin), Sabrina Reiter (Lehrer-Vierg´sang), Erich Ortner (langjähriger Bildungshaus-Leiter), Agnes Weinberger (Lehrer-Vierg´sang), Eva-Maria Schlögelhofer (Lehrer-Vierg´sang), Josef Penzendorfer, Altabt Berthold Heigl