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TelefonSeelsorge-Notruf 142: auch an Weihnachten rund um die Uhr, vertraulich, kostenlos

St. Pölten, 17.12.2018 (dsp) Obwohl die Advent- und Weihnachtszeit ruhige Wochen der Besinnung und Erbauung sein sollten, sehen sich manche Menschen mit Einkaufstrubel, Streitigkeiten im persönlichen Umfeld oder die verstärkte Wiederkehr persönlicher Probleme konfrontiert.

Weihnachtszeit: Hochkonjunktur der Krisen

Die Beteiligung an der adventlichen Vorfreude ist ihnen aus verschiedensten Gründen nicht möglich, ihre Sorgen und Abhängigkeiten machen keine Weihnachtsferien. Ratschläge erklingen fast wie Hohn und können das Gefühl auslösen, dass die eigene schwierige Lebenssituation im sozialen Umfeld auf Unverständnis stößt und in der „heilen Weihnachtswelt“ der anderen keinen Platz hat. Dies ist umso schmerzlicher, als sich Menschen in Krisen gerade zu Weihnachten nach Angenommen sein, nach Anerkennung und Würde, nach Zuwendung und Beziehung sehnen.

Für die TelefonSeelsorge-Notruf 142 zeigt sich daher besonders rund um Weihnachten, dass in schwierigen Situationen und Krisen ein Gespräch schon sehr viel weiterhilft. Wer redet, findet zu sich selbst. Im Gespräch beruhigen sich überbordende Gefühle. Durch das Benennen der eigenen Gefühle ordnen sich Gedanken und Emotionen, beginnen sich erste kleine Perspektiven abzuzeichnen. Wer anfängt über sich zu erzählen, wird lebendig, weckt die eigenen Erinnerungen und kommt in Kontakt mit sich selbst.

TelefonSeelsorge-Notruf 142 entscheidend

Auch für Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek vom Anton-Proksch-Institut für Suchtprävention sind „Beratungseinrichtungen wie der TelefonSeelsorge-Notruf 142 gerade in der emotional aufwühlenden Weihnachtszeit entscheidend. Sie sind auch für Suchtkranke eine niederschwellige und daher wichtige Anlaufstelle. Je früher ihnen geholfen wird, desto schneller können sie zurück in ein Leben ohne Sucht finden.“

Die Anzahl der Anrufe bei der TelefonSeelsorge-Notruf 142 belegt die Notwendigkeit des Angebotes: So wurden im Jahr 2017 132.000 Beratungsgespräche mit einer Beratungszeit von insgesamt 34.000 Stunden geführt.

Die TelefonSeelsorge-Notruf 142 wird zu 71 % von Frauen, zu 29 % von Männer kontaktiert. Die meisten Anrufenden sind zwischen 40 und 60 Jahren alt.

Onlineberatung für jüngere Menschen

An die Onlineberatung wenden sich vorwiegend jüngere Menschen: Diese Beratungsform wurde 3.000-mal mittels E-Mail und 900-mal mittels Chat angefragt. Hier sind 74 % der Nutzer weiblich, 26 % männlich. 48 % der Ratsuchenden in der E-Mail-Beratung und 58 % der Chatnutzer sind unter 30 Jahre alt.

Die drei Hauptberatungsthemen sind erstens Beziehungsprobleme (vorrangig Partnerschaftsprobleme), zweitens Einsamkeit (vorrangig Probleme mit der Alltagsbewältigung und Sehnsucht nach Kontakt) und drittens die psychische Krankheit der Anrufer (vorrangig affektive Störungen).

Apropos, die TelefonSeelsorge-Notruf 142 sucht Verstärkung und freut sich über Ihre Kontaktaufnahme: https://presse.dsp.at/einrichtungen/kommunikation/artikel/2018/telefonseelsorge-142-sucht-verstaerkung