Amtseinführung - Kathedra
Amtseinführung Agape
Dank-Kampagne für Bischof Klaus Küng
 
 

Stift Altenburg zeigt hochkarätige Barock-"Sammlung Arnold"

Foto (Stift Altenburg): Sammlung Arnold - Prior Michael Hüttl und Abt Thomas Renner

Altenburg, 20.06.2018 (dsp) Stift Altenburg in Niederösterreich - schon bisher durch die Kuppelfresken Paul Trogers ein Anziehungspunkt von Barock-Begeisterten - wartet seit Mitte Juni mit weiteren Highlights aus dieser Kunstepoche auf: Die "Sammlung Arnold", die mit mehr als 200 Gemälden wichtigste Barocksammlung Österreichs in Privatbesitz, wird im Benediktinerstift der Öffentlichkeit präsentiert. Für diese einzigartige Schenkung des Innsbrucker Sammler-Ehepaares Herta und Konrad Arnold wurden bisher nicht zugängliche Galerieräume im Kaisertrakt des Stiftes adaptiert.

"Dramatik und Ausdrucksstärke, expressive Lichtführung, glühende Farben und stimmungsvolle Innigkeit charakterisieren die österreichische und süddeutsche Malerei zur Zeit des Barock", hieß es weiter. Dieser Faszination könne sich das Ehepaar Arnold seit mehr als 40 Jahren nicht entziehen; neben seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kunst des Alpenraums zwischen 1600 und 1800 entfalteten die Arnolds eine intensive Sammeltätigkeit. Die bis heute auf mehr als 200 Gemälde angewachsene Sammlung hat das Ehepaar Arnold nun dem Stift Altenburg geschenkt. Mit dem Sammlungsschwerpunkt auf Tiroler Barockmalerei und dem künstlerischen Umfeld Paul Trogers habe sich im niederösterreichischen "Trogerstift" ein idealer Anknüpfungspunkt für eine neue Dauerausstellung geboten.

"Mein Zugang zu den Kunstwerken war nie berechnend, analytisch oder akademisch - sondern intuitiv, eigentlich regelrecht sinnlich", berichtete Konrad Arnold. Er wünsche sich, dass sich viele Besucher der Sammlung "ebenso begeistern und verführen lassen". Das Spektrum der Exponate reicht von intimen Andachtsbildern der barocken Frömmigkeit bis hin zu Entwürfen berühmter Meister zu Altarbildern und Deckenfresken. Zu den vertretenen Künstlern zählen neben Paul Troger und Johann Michael Rottmayr auch Johann Georg Platzer, Matthäus Günther sowie Martin Johann Schmidt, genannt "Kremser Schmidt".

Nicht nur ein Barockjuwel

Stift Altenburg ist der perfekte Schauplatz für deren Arbeiten. Der kunstsinnige Barock-Abt Placidus Much (1685-1756) versammelte zu Beginn des 18. Jahrhunderts die besten Handwerker und begabtesten Künstler seiner Zeit in Altenburg, um seinen Traum von Universalität zu verwirklichen. Baumeister Joseph Munggenast und die Maler Paul Troger und Johann Jakob Zeiller schufen die weitläufige Klosteranlage mit ihren großartigen Deckenfresken und Wandmalereien. Mit gleich zehn Kuppelfresken von Paul Troger wird Stift Altenburg zu Recht auch als "Trogerstift" bezeichnet. Die berühmte Kaiserstiege, aber auch die 50 Meter lange Stiftsbibliothek und die Krypta "atmen" den Geist des Barock.

Anziehungspunkte aus jüngerer Zeit sind die in den letzten Jahren liebevoll neu angelegten Gartenanlagen im und um das Stift: Jeder Garten hat ein anderes theologisches Thema zum Inhalt - es gibt u.a. den "Schöpfungsgarten", den "Garten der Religionen" oder den "Garten der Stille". Allen gemeinsam ist die Pflege nach den Kriterien der Aktion "Natur im Garten". Auch der reichhaltige Klosterladen und das Stiftsrestaurant lohnen einen Besuch. (Info: www.stift-altenburg.at)

Foto (Stift Altenburg): Sammlung Arnold - Prior Michael Hüttl und Abt Thomas Renner