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„Sonntag der Völker“ im Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen

„Sonntag der Völker“ im Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen

St. Pölten, 24.09.2018 (dsp) Das Motto des heurigen katholischen "Sonntags der Völker" lautet "aufnehmen - beschützen - fördern – integrieren". „Dieser soll auf die christliche Botschaft hinweisen, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen wie Christus“, so Sepp Gruber, Koordinator der Fremdsprachigenseelsorge in der Diözese St. Pölten.

"Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen", heiße es schon in der Bergpredikt. Der „Sonntag der Völker“ solle ermutigen, durch die positive Annahme und Unterstützung zu helfen, dass sich Migranten richtig in unserer Gesellschaft integrieren können.

Am 30. September um 10.30 Uhr wird von den katholischen Migranten aus Kroatien, Philippinen, Nigeria, Brasilien, Polen, Ungarn und anderen gemeinsam mit den hiesigen Gläubigen und dem neuen Diözesanbischof Alois Schwarz ein Festgottesdienst im Dom gefeiert. Gruber wirbt für die Veranstaltung: Es werden Lieder und Elemente aus anderen Ländern und einer anschließenden multikulturellen Agape im Bischofshof geboten. Eingeladen seien alle Christen mit einer Offenheit und Katholizität, wie sie Jesus uns gezeigt hat und der Papst Franziskus so stark betone.

Hintergrund

Der„Sonntag der Völker“ hieß früher „Gastarbeitersonntag“ bzw. „Ausländersonntag“. Die katholische Kirche legt großen Wert auf die „Begegnung der Völker“ auch innerhalb der christlichen Gemeinden: 2004 veröffentlichte der Vatikan das Dokument „Die Liebe Christi zu den Migranten“. "Die Fremden sind ein sichtbares Zeichen und ein wirksamer Aufruf jenes Universalismus, der ein grundlegendes Element der katholischen Kirche ist", sagt das Schreiben. Daher müsse die „Aufnahme der Fremden“ ein dauerhaftes Zeichen der Kirche Christi bleiben, so Sepp Gruber, der auch an die „berühmten Migranten Abraham und Jesus“ erinnert. Praktisch heiße das für jede Pfarrgemeinde, dass diese Multikulturalität und Gastfreundschaft gegenüber den „Fremden“ überall geübt werden soll. Dazu hat Papst Franziskus angesichts der letztjährigen Flüchtlingswelle auch alle kirchlichen Einrichtungen aufgerufen.

Nicht nur in der Dompfarre, auch in anderen Pfarren wird der "Sonntag der Völker" feierlich begangen bzw. Fürbitten dazu vorgetragen.