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Schönes Zeichen: Bischof Küng lud Bedürftige und Hilfsorganisationen zum Gründonnerstagsmahl

Bischof Klaus Küng bit Bedürftigen und Vertretern von Hilfsorganisationen beim Gründonnerstagsmahl

St. Pölten, 30.03.2018 (dsp) Bischof Klaus Küng sagte mit dem traditionellen Gründonnerstagsmahl in St. Pölten „ein herzliches Danke an das Engagement der Hilfsorganisationen“. Neben Mitarbeitern von kirchlichen und kirchennahen Sozialeinrichtungen waren wieder Menschen in schwierigen Situationen sowie Flüchtlinge geladen. Es sei Aufgabe der Kirche, diesen einen Sonnenstrahl der Liebe Gottes zu zeigen.

„Seit Anbeginn der Kirche ist ihr die Hilfe und Sorge für die Ärmsten ein Kernanliegen“, so Bischof Küng. Dieses Gründonnerstagsmahl solle beispielhaft dafür sein, mit wie viel Energie, Ressourcen und Herz die Kirche in Form von Caritas, Emmaus und vielen Hilfsprojekten bedürftigen Menschen zur Seite stehe. Der Bischof weiter: „Mit Franziskus haben wir einen Papst, der die Liebe zu den Armen eindrucksvoll vorlebt.“ Der Gründonnerstag sei jener Tag, an dem Jesus besonders einschärfte: „Dient einander.“ Der Gründonnerstag sei die dichteste Form unseres Glaubens: Mit der Fußwaschung verbinden sich eindrucksvoll Nächsten- und Gottesliebe. Er hoffe, den Menschen damit ein bisschen Freude zu bereiten.

Unter den Gästen waren Vertreter der Gefangenenhausseelsorge und Justizanstalten Krems Stein und St. Pölten, Einrichtungen der Caritas, der Emmausgemeinschaft, dem Haus der Frau oder des Sozialmarktes SOMA. Sie alle seien Vertreter für viele andere Personen, die den Menschen helfen und dabei versuchen, die Not anderer zu lindern, unterstrich Bischof Küng. Das Gründonnerstagsmahl hat bereits seit Bischof Michael Memelauer in der Diözese St. Pölten Tradition.

Der St. Pöltner Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger dankte Bischof Küng für die Zeichensetzung mit diesem Gastmahl. Es zeuge von der schönen Tradition der Kirche, sich um die Ärmsten oder um Flüchtlinge zu kümmern. Darüber freue er sich auch deshalb, weil die Caritas der Diözese St. Pölten vor ihrem 100-Jahr-Jubiläum steht (im Jahr 2020).

Gründonnerstagsliturgie am Abend im St. Pöltner Dom

Sehr wichtig sei es, dass in unserer Zeit von Neuem der Zusammenhang zwischen dem Empfang des Bußsakramentes und der Fruchtbarkeit des Kommunionempfanges in den Blick genommen werde, so Bischof Küng bei der Gründonnerstagsliturgie am Abend im St. Pöltner Dom. Empfehlenswert sei dabei der regelmäßige Empfang des Bußsakramentes, gepaart mit dem ernsten Bemühen, sich positiv zu verändern. Es sei zu befürchten, dass in unserer Zeit wahrscheinlich viele übersehen, dass der Kommunionempfang unfruchtbar, ja sogar schädlich sein könne, wenn die notwendige Umkehr und Buße fehlen: "Sie laufen Gefahr, keinen Anteil an Ihm zu erhalten."

Gott habe der Kirche das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes anvertraut. In der Eucharistie werde er vergegenwärtigt. Dies erkennen und aktiv an dem heiligen Geschehen teilnehmen lernen, gehöre zu den Grundvollzügen des christlichen Lebens. Es gehe darum, "an Ihm, an seinem Leiden, seinem Sterben und an seiner Auferstehung Anteil zu erlangen, sodass das eigene Leben nach und nach durch Ihn, durch Christus, verwandelt und fruchtbar wird".

Bischof Küng zur Bedeutung der eucharistischen Anbetung

"Die eucharistische Anbetung öffnet das Herz. Sie ist für uns wichtig und heilsam, uns zu verinnerlichen: Er ist da, sein Leiden ist gegenwärtig, auch sein Tod und seine Auferstehung. Die eucharistische Anbetung ist, selbst dann, wenn nicht so viele teilnehmen, für die Kirche als Communio ein Bedürfnis. Wir können auch stellvertretend für andere beten, uns mit Ihm, der Mensch geworden ist und am Kreuz sein Leben hingegeben hat, vereinen, mit dem Verlangen, auch unser Leben zu einer Opfergabe an Gott zu machen und, soweit wir das können, wieder gut zu machen, was durch Fehlverhalten zerstört worden ist. Wir können Jesus bitten, er möge seinen Geist uns und den anderen senden, damit Gott auch in unserer Zeit erkannt und geliebt wird. Eine Umkehrbewegung ist dringend nötig. Hier und dort ist sie bereits im Gange. Sie muss wachsen", so der Bischof in der Gründonnerstagsliturgie.

Predigt im Wortlaut