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Ratschen: Tausende Kinder und Jugendliche weisen auf Gebetszeiten hin

Ratschenkinder im Einsatz

St. Pölten, 29.03.2018 (dsp) In den meisten Pfarren der Diözese St. Pölten sind am Karfreitag und Karsamtag die Ratschenkinder unterwegs. Vielerorts wird diese Tradition wieder aufgenommen. Meist sind es Ministranten, Jungscharkinder oder Kinder des Ortes organisieren es in Absprache mit der Pfarre.

Beim Ratschen ziehen Kinder und Jugendliche durch die Straßen der Dörfer und Ortsteile, um die Gläubigen mit unterschiedlichen Sprüchen an die Gebetszeiten und Andachten zu erinnern. Der Überlieferung zufolge schweigen von Gründonnerstag nach dem Gloria den gesamten Karfreitag bis Ostern die Glocken bzw. deren Zungen, die Klöppel, da sie alle zur Beichte nach Rom geflogen seien. Es sollte damit wohl auch böse Geister vertrieben werden. Da die Kirchenglocken zumeist eine festliche Stimmung ausdrücken, ist deren Geläute in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht.

Was natürlich auch dazugehört: Die Bevölkerung der Diözese St. Pölten freut sich überwiegend über die Ratschenkinder und gibt gerne Süßigkeiten her, die dann unter den Kindern verteilt werden.