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Papst mahnt Grenzen der Genmanipulation an

Papst Franziskus hat Grenzen der Gentechnik angemahnt. Die Kirche begrüße jede Forschung und Anwendung zugunsten leidender Menschen; Grundsatz sei aber auch, dass "nicht alles, was technisch möglich oder machbar ist, deswegen auch ethisch annehmbar ist", sagte der Papst vor Teilnehmern einer internationalen Medizinertagung  am Samstag im Vatikan.

Wo es um gezielte Eingriffe in die DNA gehe, brauche es mehr "ethisches Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Menschheit und der Umwelt". Wie jede andere menschliche Tätigkeit müsse die Wissenschaft ihre Grenzen kennen, so Franziskus. Dies sei um der Menschheit selbst willen nötig und verlange einen Sinn für ethische Verantwortung, sagte er.

Regenerative Medizin mehr fördern

Der Papst rief auch zu stärkeren Anstrengungen auf dem Feld der regenerativen Medizin auf, die sich mit Heilungsmethoden mithilfe erneuerter Zellen und Gewebe befasst. Dazu gehören unter anderem Stammzelltherapien. Nötig seien neue Synergien in der Forschung zugunsten der Kranken, auch "gegen Vorurteile", sagte der Papst bei der Audienz für Tagungsteilnehmer.

Franziskus betonte eine allgemeine Pflicht zur Vorsorge, die nicht auf Sozialeinrichtungen und Regierungen abgewälzt werden dürfe. Zugleich würdigte er die Erforschung und Verbreitung neuer Therapien besonders auf dem Feld seltener Erkrankungen, Autoimmunkrankheiten und neurodegenerativer Leiden. Je größer der Forschungsaufwand sei, desto wichtiger werde auch, angemessene und individuelle Heilungsmöglichkeiten bereitzustellen.

Der Papst äußerte sich zum Abschluss einer dreitägigen internationalen Konferenz zu regenerativer Medizinforschung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die Tagung wurde zum vierten Mal vom Päpstlichen Kulturrat veranstaltet. Das aktuelle Treffen stand unter dem Thema "Unite To Cure - A Global Health Care Initiative".

(28.04.2018, KAP)