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NÖ-Kindersommerspiele im Stift Herzogenburg vermitteln lebendige Geschichte

Foto: NÖKISS / Sebastian Wegerbauer

Herzogenburg, 10.08.2018 (dsp) Von 24. bis 26. August und von 31. August bis 2. September geht es in den altehrwürdigen Mauern des Augustiner Chorherrenstiftes Herzogenburg um lebendige Geschichte – und was diese mit den äußerst lebendigen bis zu 18.000 kleinen Besucherinnen und Besuchern zu tun hat, die bereits zum 47. Mal das Stift erobern werden.

Was sollen Kinder mit Gedenktagen anfangen? Wenig werden viele denken. Demokratie, Freiheit, das sind doch Begriffe für Erwachsene. Gegenfrage: Wie fühlt sich eine unbeschwerte Kindheit an? Andreas Kickinger, Sprecher des NÖKISS-Leitungsteams: „Kinder in Österreich wachsen in Sicherheit auf. Sie lernen, zu ihrer Meinung zu stehen – ohne Angst. Polizisten sind Freunde und Helfer, Krieg ist etwas, das weit weg passiert. Kinder bekommen mehr mit als wir vielleicht glauben. Deshalb ist es wichtig, ihnen dabei zu helfen, schlimme, böse Dinge zu verstehen, die sie im Fernsehen sehen oder über die ihre Eltern diskutieren.“

Die NÖKISS sind seit fast 50 Jahren ein Refugium für Kinder, ein geschützter Raum grenzenloser Vielfalt. „Wir finden, dass es gerade hier wichtig ist, anlässlich des Gedenkjahres 2018 an die Errungenschaften und Rückschläge aus 1848, 1918, 1938 und 1968 zu erinnern“ sagt Propst Maximilian Fürnsinn, Schirm- und Hausherr der NÖKISS. „Denn die Freiheit unserer Kinder ist keine Selbstverständlichkeit. Das sollten auch wir Erwachsene nicht vergessen.“ Altbundespräsident Dr. Heinz Fischer wird uns am 24. August in einer Demokratiewerkstatt bei der Definition von Freiheit für Kinder helfen. Zahlreiche Theaterstücke stehen auf dem Programm, die den Mut, für andere einzustehen, thematisieren. Und was Miteinander heißt, können 1.000 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, davon die Hälfte Kinder, sowieso schon immer erleben. Denn die NÖKISS sind: Fest, Laboratorium, Spielplatz, Landebahn für so vieles und damit Österreichs größtes und mit Sicherheit buntestes Kinderfestival.

Die Theater-Highlights

Das NÖKISS-Programm 2018 liest sich wieder einmal wie das Who is who der österreichischen Kindertheaterszene: Trittbrettl mit einer Uraufführung von „Sonnenschein und Regen. Oder wie ich Puppenspieler wurde“; „Über’s Fürchten. Eine Jeunesse Musikproduktion über, mit und gegen die Angst.“; bei den Clowns Herbert und Mimi geht’s um „Kraut und Ruibn“; theater tabor zeigt „Petterson und Findus. Aufruhr im Gemüsebeet“; Ursula Molitschnig zeigt „Rapunzel frisch frisiert“; Marco Simsa zeigt „Walzerschritt und Polkahit“; Puppenspieler Fabricio Ferrari erzählt die Geschichte von „Solomiro, der Turmbläser“; Schneck + CO erhält „Post für den Tiger“;

Kasperl geht auf Schatzsuche und vieles mehr. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Tanz und Ballett bespielen heuer das Europaballett St. Pölten, Maestro aus Linz sowie Spirit of Dance.

Es warten hunderte Spiel- und Bastelstationen, Workshops, Wettbewerbe, eine Boulderwand, der Circus Pikard und Großgruppenspiele in der Arena. Das komplette Programm: www.noekiss.at/programm

Auch für die Großen wieder so einiges dabei

Die NÖKISS Nachspielzeit wird in diesem Jahr am 31. August von folksmilch mit ihrem Programm „Palermo“ bespielt. Am zweiten Wochenende bringen mehrere Chöre gemeinsam Carl Orffs „Carmina burana“ im Meierhof auf die Bühne. Am 25. August richtet sich „Woodstock im Stadl“ an alle Jugendlichen und Jung-Gebliebenen. Die größte originale Barockorgel Österreichs in der Stiftskirche wird bei einer Matinée am 26. August brausen.

Foto: NÖKISS / Sebastian Wegerbauer