Dankgottesdienst zum Abschied von Bischof Küng
Lange Nacht der Museen im Diözesanmuseum
Erntedankfest
 
 

Neustadtl feierlich zum „Friedensort“ erhoben

Foto: V.l.n.r.: Prof. Josef Abfalter, Hauptzelebrant Martin Hochedlinger, Verein Friedensrose-Vizevorsitzender, Initiator Pius Frank, Bürgermeister Franz Kriener (Neustadtl), Pfarrgemeinderat-Obfrau Gerlinde Pollak, Neustadtler Pfarrer Kasimir Kwiecien, Friedenskomitee-Obmann Andreas Wirth, Friedensgemeinde Nöchling-Bürgermeister Roman Grabner, Friedensgemeinde Dimbach-Bürgermeister Josef Wiesinger, Pfarrer Karl Michael Wögerer (Waldhausen); davor Ministrantinnen.

Neustadtl, 08.07.2018 (dsp) Der Verein "Europäische Friedensrose Waldhausen" erhob am 8. Juli die Gemeinde Neustadtl/Donau (NÖ) zum "Friedensort". Dazu gab es am Sonntag, 8. Juli, eine Friedenswallfahrt vom "Ancillae Domini"-Zentrum in Kleinwolfstein nach Neustadtl sowie eine Friedensmesse und einen Festakt.

Kriterium für die Erhebung zum "Friedensort" sind Mitarbeit am Frieden sowie das Gebet für den Frieden. Neustadtl bekommt diese Auszeichnung aufgrund seines aktiven Friedenskomitees mit dem monatlichen äußerst gut besuchten Friedensgebeten und der aktiven Friedenswallfahrtsbewegung.

Der Granitblock, auf dem die Friedensrose ihre Wurzeln schlägt, stammt aus dem unteren Mühlviertel, einer Region, in der während der Zeit des Zweiten Weltkrieges Tausende Menschen unvorstellbares Leid erfahren mussten und ihr Leben verloren: nämlich aus der Nähe des ehemaligen KZ Mauthausen.

Den Gottesdienst zelebrierte Martin Hochedlinger, ein gebürtiger Neustadtler. Er rief dazu auf, im Kleinen wie im Großen für den Frieden tätig zu sein und zu beten. Von Neustadtl aus solle sich der Friede ausbreiten. Konzelebranten in der vollen Kirche waren Ortspfarrer Kasimir Kwiecien und Karl Michael Wögerer.

„Schon seit Jahren wird in unserer Pfarre regelmäßig für den Frieden in der Welt gebetet“, betont Bürgermeister Franz Kriener. Daher verstehe man diese Erhebung als Auftrag für die Zukunft. Friede sei eines der höchsten, wenn nicht das höchste Gut des Zusammenlebens. Ob in den Familien, am Arbeitsplatz, in den Gemeinden, bis hin zu den Völkern dieser Erde. Daher möchte die Gemeinde herzlich zum Gebet für den Frieden einladen.

Die "Europäische Friedensrose Waldhausen" und der "Europäische Friedensrosenpreis" sind eine 2002 in Oberösterreich entstandene Initiative. Der Name leitet sich von der Friedensrosenskulptur in Waldhausen ab. Es handelt sich um eine vom Metallkünstler Pius Frank geschaffene 2,7 Meter hohe Rose aus Chrom-Nickel-Stahl, die vor der Stiftskirche Waldhausen aufgestellt ist. Pius Frank war es auch, der gemeinsam mit dem Waldhausener Pfarrer Karl Michael Wögerer die Idee zur europäischen Friedensinitiative hatte.

Miniaturausgaben der Stahlrose werden seither als Friedenspreis im Abstand von jeweils mehreren Jahren vom Kuratorium Waldhausen als ideeller Preis an Personen oder Gruppen verliehen, die sich insbesondere für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Mit der Beurteilung der Einreichungen wird jeweils eine fünfköpfige Jury betraut.

Erste Preisträger der "Friedensrose Waldhausen" waren die durch ihren Einsatz im Irak bekannt gewordene Ärztin Eva Maria Hobiger, Burgschauspieler Otto Tausig und die in Salzburg ansässige Hilfsorganisation "Bauern helfen Bauern" sowie „Missio“-Nationaldirektor Pater Karl Wallner. Die Jury bestand aus Altsuperintendent Hansjörg Eichmeyer, der Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi, Prälat Josef Mayr, Martin Schenk von der Evangelischen Diakonie und Karl Schwarzenberg. Die nächste Friedensrosenverleihung findet 2019 statt. Friedenorterhebungen erfolgen jeweils in der Zeit zwischen den Friedensrosenverleihungen.

Foto: V.l.n.r.: Prof. Josef Abfalter, Hauptzelebrant Martin Hochedlinger, Verein Friedensrose-Vizevorsitzender, Initiator Pius Frank, Bürgermeister Franz Kriener (Neustadtl), Pfarrgemeinderat-Obfrau Gerlinde Pollak, Neustadtler Pfarrer Kasimir Kwiecien, Friedenskomitee-Obmann Andreas Wirth, Friedensgemeinde Nöchling-Bürgermeister Roman Grabner, Friedensgemeinde Dimbach-Bürgermeister Josef Wiesinger, Pfarrer Karl Michael Wögerer (Waldhausen); davor Ministrantinnen.